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Marihuana
Cannabiskonsum kann- aus medizinischer Sicht- auch positive Nebenwirkungen haben. © dpa

Multiple Sklerose: Kiffen kann Beschwerden lindern

US-Forschern zufolge können die Extrakte der Cannabispflanze die Beschwerden bei Multipler Sklerose positiv beeinflussen.

Die Wissenschaftlern Shaheen Lakhan und Marie Rowland von der Global Neuroscience Initiative Foundation in Los Angeles haben mehrere Studien zu Cannabis und Multipler Sklerose ausgewertet.

Wenig Erfolg mit herkömmlichen Therapien

Ihr Ergebnis: Eine bestimmte Kombination der Extrakte der Cannabispflanze kann spastische Muskelbewegungen reduzieren und die Mobilität der Patienten verbessern.

«Das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden ist umfangreich. Ihm sollte beträchtliche Aufmerksamkeit gewidmet werden», schreibt Lakhan im US-Fachmagazin BMC Neurology. Viele der bisherigen Therapien gegen MS-Symptome sind der Forscherin zufolge unwirksam, schwer zu bekommen oder sie haben zu große Nebeneffekte.

Stoned, aber weniger Spastiken

Auch die Hasch-Produkte hätten Nebeneffekte gezeigt, allerdings seien sie auch bei den Placebo-Gruppen beobachtet worden. «Wenn man die Belastung und die Einschränkungen bedenkt, die die Spastiken für Menschen mit MS bedeuten, sollte man Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen», empfehlen die Forscher.

Quelle: dpa/ Erstveröffentlichung: 04.12.2009
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)