Untrainierte Bluthochdruck-Patienten sollten den Sporteinstieg unbedingt mit ihrem Arzt absprechen. Dieser kann die körperliche Belastbarkeit auf dem Fahrrad-Ergometer ermitteln.
Das rät die Deutsche Hochdruckliga anlässlich ihres Jahreskongresses in Lübeck.
Auch bei der Wahl der Sportart zählt das Wort des Arztes: Sie muss eine gleichmäßige Intensität haben und große Muskelgruppen einbeziehen.
Patienten mit gut eingestellten Blutdruckwerten und ohne Zeichen einer Herzmuskelschwäche gehen bei Breitensportaktivitäten kein erhöhtes Risiko ein. Ungeeignet sind aber Sportarten, die - wie Tennis - schlecht vorhersehbar sind, und Kraftsportarten, bei denen unter Belastung Pressatmung und Blutdruckspitzen auftreten können. Das gilt der Hochdruckliga zufolge auch für einige Übungen auf Trimmpfaden und in der üblichen Gymnastik.
Ist eine Sportart gefunden, sollte der Trainingseinsteiger dabei nicht außer Atem geraten - nach dem Motto «Laufen ohne zu schnaufen». Er muss außerdem regelmäßig aktiv sein. Günstig sind laut Hochdruckliga zwei- bis dreimal in der Woche Trainingsprogramme mit einer Dauer von 30 bis 45 Minuten. Die verordneten Medikamente müssen zunächst weiter eingenommen werden. Später kann aber in Absprache mit dem Arzt eventuell die Anzahl oder die Dosis reduziert werden.
Die Broschüre «Blutdruck - das lässt sich regeln» kann unter «hochdruckliga.de/bdlsr.htm» oder Tel.: 06221/58 85 50 für 10 Euro bestellt werden.
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