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60 Prozent der Raucher sind tabakabhängig
60 Prozent aller Raucher sind tabakabhängig, sagt Prof. Anil Batra vom Arbeitskreis Raucherentwöhnung der Universität Tübingen. (Bild: dpa) © dpa

Raucherentwöhnung mit Verhaltenstherapie schaffen

Wollen Raucher vom Glimmstängel loskommen, ist oft eine spezielle Verhaltenstherapie erfolgreich.

Wollen Raucher vom Glimmstängel loskommen, gelingt ihnen das am ehesten mit einer speziellen Verhaltenstherapie. Vor allem Einzel- oder Gruppentherapien zur Rauchentwöhnung sind empfehlenswert, sagt Prof. Anil Batra vom Arbeitskreis Raucherentwöhnung der Universität Tübingen. Eine spezielle Verhaltenstherapie sei im Gegensatz zu vielen anderen, vor allem online angebotenen Methoden wissenschaftlich fundiert. Eine Kombination mit Nikotinersatzpflastern, -kaugummi oder -tabletten sei sinnvoll, wenn durch Nikotinentzug anfangs auch körperliche Symptome auftreten.

Verhaltentherapie unterstützt die Motivation

Laut Batra sind 60 Prozent aller Raucher tabakabhängig. Mit Verhaltenstherapie und Nikotinersatzmitteln ließen sich auf Dauer Abstinenzquoten von mehr als 30 Prozent erreichen. Die besonderen Einzel- oder Gruppentherapien zur Rauchentwöhnung zielen darauf ab, die Motivation zum Aufhören der Betroffenen zu fördern. Außerdem geht es darum, die Vorteile des Nichtrauchens zu benennen, auf etwaige Ängste wie Gewichtszunahme einzugehen und die einstigen Raucher darin zu unterstützen, ihr Verhalten dauerhaft zu ändern.

Raucherentwöhnung: Vieles ist unseriös

Einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie zufolge sind dagegen 75 Prozent der im Internet beworbenen Programme zur Raucherentwöhnung nicht seriös oder nicht wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit hin geprüft.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)