Bei Kampfer ist die Dosierung überlebenswichtig! Je nach Konzentration kann es bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden.
Kampfer ist eine vielseitige Heilpflanze. In niedriger Konzentration kann er Schmerzen lindern, wenn er auf die Haut aufgetragen wird. In höheren Konzentrationen reizt er die Haut. Das führt zur stärkeren Durchblutung der Körperpartie und regt den Kreislauf an.
«Daneben wirkt Kampfer auch krampflösend auf die Bronchien und verflüssigt das Sekret, so dass das Abhusten erleichtert wird», erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. Wissenschaftlich anerkannt sei der Einsatz bei Muskelrheumatismus, Herzbeschwerden und zur Regulierung des Kreislaufs bei niedrigem Blutdruck. «Außerdem wird die äußerliche Anwendung bei Katarrhen der oberen Atemwege empfohlen, besonders bei Bronchitis.»
Die innerliche Anwendung ist Mayer zufolge nicht mehr üblich: 20 Gramm reiner Kampfer sind tödlich. Bei Säuglingen und Kleinkindern darf Kampfer außerdem nicht im Gesichtsbereich aufgetragen werden, da er ihre Atmung erheblich beeinträchtigen kann. Erhältlich ist Kampfer entweder als Kampferspiritus oder als Salbenzubereitung. Er wird aus dem Holz der Kampferbäume gewonnen.
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