Schon im Mittelalter nutzten Mediziner Salbe aus Eibisch zur Wundheilung. Auch heute noch kann ein Tee Entzündungen lindern- wenn er richtig angesetzt und getrunken wird.
Ein Eibischtee kann bei entzündeten Schleimhäuten in Mund und Rachen helfen. Auch ein trockener Reizhusten lässt sich so behandeln. Heilsam wirken dabei die Schleimstoffe genannten Polysaccharide in Blüten, Blättern und Wurzeln des Eibischs.
«Die Schleimstoffe lindern Reizungen und schützen die Schleimhäute in Mund- und Rachenraum sowie im Magen», erläutert der Medizinhistoriker Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. Daneben könne die Eibischwurzel auch bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut helfen.
Bei der Anwendung als Tee sind zwei Dinge zu beachten: «Zum einen müssen sowohl Blätter und Blüten als auch die Wurzel in kaltem Wasser angesetzt werden.» Zum Einnehmen werden sie auf angenehme Trinktemperatur erwärmt- zu starkes Erhitzen würde die Schleimstoffe zerstören. «Zum anderen sollte der Tee möglichst langsam in kleinen Schlucken getrunken werden», rät Mayer. Die Flüssigkeit wird am besten lange im Mund behalten.
Der Eibisch (Althaea officinalis L.) gehört zu den Malvengewächsen und wird auch Malve oder Weiße Pappel genannt. In der Klostermedizin gehörte er zu den wichtigsten Arzneipflanzen überhaupt. «Besonders die Chirurgen des Mittelalters und der frühen Neuzeit konnten auf die 'Pappelsalbe' bei der Wundheilung kaum verzichten», sagt Mayer. Die Salbe sei häufig auch bei inneren Leiden eingesetzt worden.
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