Die Schafsgabe blüht im Sommer überall. Als kostenlose Medizin hilft sie Frauen besonders.
Im Hoch- und Spätsommer ist die stattliche Schafgarbe überall an Feld- und Wegrändern oder in Gärten zu finden. Doch nach Einschätzung von Johannes Gottfried Mayer wissen nur wenige Menschen, dass es sich um eine sehr alte Arzneipflanze handelt.
«Bei den Griechen hieß sie "Soldatenkraut", weil sie zur Wundbehandlung eingesetzt wurde. Auch die Klostermedizin nutzte die Schafgarbe bei Verletzungen», erläutert der Experte von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. Die Pflanze wird etwa 80 Zentimeter hoch und hat weiße oder gelbe Blütenköpfe.
Die pharmazeutisch genutzte Schafgrabe stammt aus Wildsammlungen in Deutschland und verschiedenen Ländern Süd- und Osteuropas. Die moderne Pflanzenheilkunde verwendet das Kraut und vor allem die Blüten. «Diese Pflanzenteile besitzen Gerbstoffe, Bitterstoffe und Mineralien, vor allem aber ätherisches Öl», sagt Mayer. Die Inhaltsstoffe wirken krampflösend und entzündungshemmend. «Das ätherische Öl kann außerdem das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen, die Bitterstoffe fördern die Sekretion der Gallensäure und haben einen appetitanregenden Effekt.»
Dementsprechend werden Kraut und Blüten innerlich bei Appetitlosigkeit und krampfartigen Beschwerden der Verdauungsorgane angewendet. Äußerlich werden sie bei Menstruationsstörungen und bei entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute und der Haut verwendet. Bei empfindlichen Menschen können allergische Reaktionen auftreten. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
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