Woran erkennt man eine Nasennebenhöhlenentzündung? Wann ist der Besuch beim HNO-Arzt Pflicht und wie beugt man der Entzündung am besten vor?
Manchmal wird aus einem Schnupfen mehr, manchmal tut der Kopf und die Stirn weh: Eine Nasennebenhöhlenentzündung- oft auch Nebenhöhlenvereiterung genannt- muss zuerst einmal richtig erkannt und dann passend behandelt werden.
Die Nebenhöhlen sind Hohlräume in den Gesichtsknochen neben der Nase und über den Augenbrauen. Sind sie entzündet und mit Schleim gefüllt, führt das zu Kopf- und Gesichtsschmerzen.
Typische Anzeichen einer Nebenhöhlenentzündung sind Druckempfindlichkeit der Kiefer- oder Stirnnebenhöhle, zähes, gelblich-grünliches Sekret und dass sich die Schmerzen beim Vorbeugen des Oberkörpers, etwa beim Schuhebinden, verstärken. Hinzu kommen oft Fieber oder Abgeschlagenheit. Bei schweren Erkrankungen sind zusätzlich Lichtempfindlichkeit, Nackensteife und Hautausschlag möglich.
Eine Nebenhöhlenentzündung kann mehrmals im Jahr auftreten, verschwindet aber meist nach ein bis zwei Wochen wieder. Unbehandelt können die Beschwerden chronisch werden und die Atmung durch die Nase und den Geruchssinn einschränken. Die Nasennebenhöhlenentzündung kann in eine schmerzhafte Mittelohrentzündung münden, vor allem bei Kindern. Bei entsprechenden Symptomen sowie grundsätzlich bei Ohrenschmerzen sollten Betroffene zum HNO-Arzt gehen. Dieser verordnet bei Bedarf schmerzlindernde Mittel und prüft, ob Antibiotika nötig sind.
Das Sekret kann aus den Nebenhöhlen nur abfließen, wenn die Verbindungswege zwischen den Nebenhöhlen und der Nase offen sind. Dies wird unterstützt durch Schnupfensprays mit schleimhautabschwellenden Inhaltsstoffen. Sie wirken sofort, dürfen aber nicht länger als eine Woche eingesetzt werden. Denn sonst kann sich die Nasenschleimhaut daran gewöhnen. Nasensprays mit Kortison wirken erst nach einigen Tagen entzündungshemmend. Es gibt zudem pflanzliche Präparate, die helfen, den Schleim zu verflüssigen.
Wer häufiger an einer Nebenhöhlenentzündung leidet, kann vorbeugend Nasensprays mit einer Salzlösung anwenden und so die Schleimhäute befeuchten. Eher gewöhnungsbedürftig sind Nasenduschen: Dabei wird eine größere Menge einer Wasser-Salz-Lösung mit einer Art Mini-Gießkanne durch die Nase gespült.
Wer an einer akuten Nebenhöhlenentzündung leidet, sollte sich schonen. Bleiben die Beschwerden länger als eine Woche bestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In schweren Fällen kann der Arzt Antibiotika verordnen. Schmerzmittel verkürzen nicht die Krankheitsdauer, lindern aber die Beschwerden.
Wer einer Nasennebenhöhlenentzündung weitgehend vorbeugen will, sollte sein Immunsystem stärken. Ausgewogene Ernährung, viel trinken, ausreichend Bewegung und Schlaf im Herbst und Winter besonders wichtig. Auch eine jährliche Impfung gegen Grippe sollte Teil der Vorsorge sein. Sie schützt die Schleimhaut der Atemwege nicht nur vor Influenza-Viren, sondern verhindert auch, dass dort Bakterien einen Nährboden finden.
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