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"Studentenfutter" aus der Mensa ist heutzutage vielfältiger und gesünder als früher, aber auch teurer. © dpa

Ernährungstipps für Studenten

Kochen mit Freunden macht mehr Spaß und muss nicht teurer sein als die Mensa.

Studenten müssen sich beim Essen nicht mit Tiefkühlpizza und Döner Kebap zufriedengeben. Um sich vollwertig zu ernähren, sollten Studenten über die Auswahl und Menge von gesundheitsfördernden Lebensmitteln und deren nährstoffschonender Zubereitung Bescheid wissen, rät Christina Ferber vom Projekt «Job&Fit» der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Auf gesunde Produkte achten und vergleichen

So könnten sie Lebensmittel bewusst auswählen und zubereiten. «Vollkornteigwaren oder Vollkornreis sind zum Beispiel nicht teurer als helle Nudeln und polierter Reis.» Mahlzeiten selber kochen koste zwar mehr Zeit, könne aber bares Geld sparen.

Basis: Getreideprodukte, Obst und Gemüse

Die Basis der Ernährung sollten Getreideprodukte, Obst und Gemüse bilden, rät Ferber. Brot, Teigwaren, Reis und Kartoffeln bekommen Studenten in jedem Lebensmittelgeschäft zu günstigen Preisen.

Der Wochenmarkt bietet eine gute Auswahl an saisonalen Obst- und Gemüsesorten. Diese Sorten gibt es meist aus einheimischem Anbau zu günstigeren Preisen. «Kurz vor dem Schließen der Marktstände sind oft günstige Angebote möglich», ergänzt die Ernährungsexpertin.

Naturbelassene Tiefkühlprodukte

Eine gute Alternative zu frischem Obst und Gemüse seien naturbelassene Tiefkühlprodukte - ohne Gewürze, Butter oder fertige Soße, erklärt Ferber. Sie werden kurz nach der Ernte verarbeitet und schockgefrostet. «So bleiben die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten», erklärt Ferber.

Mahlzeiten für mehrere Tage

Dass Tiefkühlkost nicht zwangsläufig schlecht sein muss, findet auch Luca-Moritz Gültas, Koch und Studentenkochbuch-Autor aus München. Direkt nach der Ernte eingefrorenes Gemüse komme meistens sehr frisch aus der Kühltruhe. Sie lohne sich auch für größere Mengen selbst zubereiteter Tiefkühlkost, erklärt Gültas. «Gerade wenn Studenten alleine kochen, haben sie oft Mahlzeiten für mehrere Tage übrig.»

Nudeln, Reis, Tomatenwürfel

Damit nicht immer das Gleiche auf dem Teller landet, lohne es, einige Lebensmittel immer im Haus zu haben, rät er. «Nudeln und Reis sollten immer da sein, dazu Eier, Käse und Schinken. Das alles hält sich relativ lange und ist vielseitig einsetzbar.» Auch eine kleine Sammlung an frischen oder tiefgefrorenen Kräutern sei wichtig. «Dazu kommen dann noch Tomatenwürfel aus der Dose, die für alle Arten von Nudelsoßen unerlässlich sind.»

Zehen Prozent sind Vegetarier

Wenn das Kochen zu Hause aus Zeitgründen nicht zu machen ist, bietet die Mensa meist eine günstige Alternative. «Was die Studenten so zahlreich zu uns treibt, ist wohl das gute Preis-Leistungsverhältnis», sagt Andre Abbing vom Akademischen Förderungswerk in Bochum, zuständig für die Versorgung der dortigen Hochschulen. «Bei uns steht jeden Tag Salat und Gemüse auf dem Speiseplan, einmal in der Woche gibt es Fisch.»

Etwa zehn Prozent der Studenten ernährten sich vegetarisch, der Großteil wähle aber solide Hausmannskost. Mediterranes und Asiatisches ist ebenfalls beliebt.

Buch-Tipps:

Luca-Moritz Gültas:
Studenten-Kochbuch
GU
ISBN-13: 978-3-833-81475-4
12,90 Euro

August Oetker:
Studentenfutter Multikulti
Dr. Oetker
ISBN-13: 978-3-76700-977-6
9,95 Euro

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)