Fragen und Antworten rund um das Thema Salmonelleninfektion: Symptome, Behandlung und wie man sich vor Salmonellen schützen kann.
Salmonellen sind für einen großen Teil der Durchfallerkrankungen mit Übelkeit und Erbrechen beim Menschen verantwortlich. Symptome einer Salmonelleninfektioin, Behandlung und wie man sich vor Salmonellen schützen kann.
Salmonellen sind Bakterien. Sie kommen weltweit in Menschen, kalt- und warmblütigen Tieren und Lebensräumen außerhalb von Lebewesen vor. Benannt wurden die Salmonellen im Jahr 1900 nach dem US-amerikanischen Tierarzt Daniel Elmer Salmon.
In Lebensmitteln wie Geflügelfleisch, Salaten, Mayonnaisen, Speiseeis, Seetieren sowie rohen Fleisch- und Wurstwaren werden meistens Salmonellen festgestellt. Auch auf kalten Buffets und zu warm gelagerte Lebensmitteln können sich die Erreger besonders schnell vermehren. Salmonellen lassen sich durch Einfrieren nicht abtöten, sie können mehrere Monate überleben.
Infektionsquelle Nummer eins für Salmonellen sind tierische Nahrungsmittel wie Produkte aus Eiern oder Milch, Geflügel und rohes Fleisch. «Der in Deutschland dominierende Salmonellen-Serotyp Salmonella enteritidis wird vor allem über nicht ausreichend erhitzte Eier übertragen und über eihaltige Speisen, wobei Zubereitungen mit Rohei wie Eischäume oder Mayonnaise ein besonderes Risiko bergen», sagt Prof. Petra Dersch vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Durch den Verzehr infizierter Lebensmittel gelangen die Bakterien in den Magen-Darm-Trakt.
Betrachtet man die jahreszeitliche Verteilung der Erkrankungsfälle, liegt die Hochzeit in den Sommermonaten. Grund ist, dass Wärme die Vermehrung von Salmonellen begünstigt- gerade bei unzureichender Kühlung.
Die ersten Krankheitssymptome zeigen sich wenige Stunden bis drei Tage nach Aufnahme der Erreger. Typisch sind plötzlich einsetzende wässrige Durchfälle, die Blut oder Schleim enthalten können. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen, starke krampfartige Bauchschmerzen und hohes Fieber. Die Betroffenen fühlen sich schwer krank. Häufig verursacht eine Salmonelleninfektion auch nur leichte Durchfälle oder sie verläuft sogar ganz ohne Beschwerden.
Vor allem für ältere und immungeschwächte Personen (zum Beispiel Leukämie- oder AIDS-Kranke) sowie für Säuglinge ist eine Salmonelleninfektion gefährlich bis lebensbedrohlich.
Salmonelleninfektionen müssen beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Eine wichtige Maßnahme bei einer Salmonellose ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vor allem mit Wasser und Tee. Am besten nimmt man nur leichte, ballaststoffarme (gut verdauliche) Kost zu sich.
In der Regel erfolgt keine Therapie mit Antibiotika, da diese den Krankheitsverlauf kaum positiv beeinflussen, jedoch die Dauer der Salmonellenausscheidung verlängern können. Bei Patienten mit schweren Verläufen, zum Beispiel einer Sepsis, sowie bei Risikopatienten wie Säuglingen, älteren Menschen oder Patienten mit einer Abwehrschwäche können sie durchaus sinnvoll sein. Auch für Dauerausscheider eignet sich eine Behandlung mit Antibiotika. Die Medikamente verhindern die weitere Vermehrung der Salmonellen.
Die Dauer ist ganz unterschiedlich, manchmal klingen die Beschwerden nach einigen Stunden schon wieder ab, manchmal kann es Tage dauern.
Speisen müssen 24 Stunden nach dem Zubereiten verzehrt werden. Je älter die Produkte werden, desto höher wird die Chance für die Salmonellen, sich zu vermehren. Lebensmittel, die als potentielle Salmonellenträger infrage kommen, sollte man von anderen Nahrungsmitteln getrennt lagern. Des Weiteren sollten Fünf-Minuten-Eier, die noch nicht richtig durchgegart sind, werden besser nicht mit kaltem Wasser abgeschreckt werden- dann hält sich die Hitze im Ei und es bleiben unter Umständen noch mehr Bakterien erhalten. Fleisch sollte beim Zubereiten zehn Minuten lang mit über 70 Grad erhitzt werden, um eine Infektion auszuschließen. Beim Auftauen von gefrorenem Geflügel ist besonders auf eine strenge Hygiene zu achten, da das Auftauwasser Salmonellen enthalten kann. Hände und alle Gegenstände, die damit in Kontakt kommen, sind gründlich zu reinigen.
Man sollte Lebensmittel, die potentielle Salmonellenträger sein könnten, unbedingt kühl, unter sieben Grad, lagern. Auf keinen Fall jedoch bei Temperaturen zwischen 10 und 47 Grad, denn das sind optimale Bedingungen für die Bakterien.
Vermehrungen von Bakterien kommen auch durch mangelnde Hygiene zustande. Küchenbretter und Geräte, die für die Zubereitung von Fleisch benutzt wurden, sollten danach gründlich abgewaschen werden. Bakterien können sich sonst auf die nächsten Lebensmittel übertragen. Hygiene ist deshalb sehr wichtig. Auch Tücher und Bürsten sollten immer sauber sein. Das verringert die Gefahr einer Infektion ebenfalls. Damit Salmonellen keine Chance haben, ist Händewaschen außerdem das absolute A und O- nicht nur nach jedem Toilettenbesuch, sondern auch vor der Zubereitung und dem Verzehr von Mahlzeiten oder nach dem Umgang mit rohen tierischen Nahrungsmitteln.
Eine Impfung gegen die Magen-Darm-Infektion durch Salmonellen gibt es nicht.
BerlinOnline Stadtportal Gmbh & Co KG
Karl-Liebknecht-Straße 29
D-10178 Berlin
Tel.: 01805 / 80 77 37
Fax.: 01805 / 00 28 97
(Festnetzpreis 14 ct/min; Mobilfunkpreise maximal 42 ct/min)
info@berlinonline.de
Mehr zum Thema