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Kirschen und Erdbeeren
Kirschen aus Spanien und Frankreich sind oft mit Pestiziden belastet, Erdbeeren aus Deutschland und Spanien dagegen kaum. © dpa

Viele Kirschen sind mit Pestiziden belastet

In 5 von 12 im Supermarkt gekauften Kirschen befinden sich laut Umweltschützern bedenklich hohe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Erdbeeren schnitten dagegen besser ab.

Laut einer Greenpeace-Untersuchung weisen derzeit angebotene Kirschen aus Spanien und Frankreich häufig bedenklich hohe Pestizid-Rückstände auf. Erdbeeren aus Deutschland und Spanien sind dagegen kaum mit unerwünschten Agrarchemikalien belastet.

Ware aus Frankreich und Spanien bedenklich

Mitarbeiter der Umweltorganisation hatten bei den sechs führenden deutschen Supermarkt-Ketten bundesweit Kirschen und Erdbeeren eingekauft. Die 28 Erdbeer- und 12 Kirschproben wurden in einem Speziallabor auf 400 Pestizid-Rückstände getestet.

Ergebnis: Die getesteten Erdbeeren können ohne Bedenken gegessen werden. Von Kirschen aus Spanien und Frankreich sollten Verbraucher dagegen besser die Finger lassen.

Im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte

In fünf der zwölf Kirschproben aus konventionellem Anbau fanden die Umweltschützer so hohe Pestizidmengen, dass Greenpeace sie als nicht empfehlenswert beurteilt. Diese Ware stammt aus Spanien und Frankreich.

Die Kirschen enthielten zum Beispiel das die Fortpflanzung beeinträchtigende Pestizid Dimethoat sowie Imazalil, das Krebs auslösen kann. Nur drei der Kirschproben waren frei von Pestiziden.

In keiner Probe wurden die gesetzlichen Grenzwerte überschritten, was aber laut Greenpeace auch daran liegt, dass die EU-Kommission im Jahr 2008 diese Grenzwerte erhöht hat. Laut Expertenmeinung können Pestizidrückstände besonders bei Kindern Bauchschmerzen, Müdigkeit und Kopfweh hervorrufen.

2007 viele Erdbeeren und Äpfel belastet

Ein neuer Bericht der EU-Lebensmittelbehörde EFSA zeigt, dass 2007 rund zwei Drittel der in der Europäischen Union verkauften Erdbeeren und Äpfel Pestizide enthielten. In rund vier Prozent aller in der EU untersuchten Lebensmittelproben wurden dabei sogar die gesetzlich erlaubten Höchstwerte überschritten. Erdbeeren und Äpfel gehörten damit zusammen mit Pfirsichen und Salat zu jenen Lebensmitteln, in denen am häufigsten Pestizide gefunden wurden.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)