BerlinOnline.de

ekel_küche12
Gammelnde Lebensmittel, Schimmel und jede Menge Dreck fanden die Kontrolleure immer wieder. © Bezirksamt Pankow

Smiley-Projekt: Fotos von Berliner Schmuddel-Lokalen veröffentlicht

Dreckige Kneipen, Restaurants und Imbisse in Pankow werden vom Bezirksamt nun auch mit Fotos angeprangert.

Als das Bezirksamt Pankow Anfang im Rahmen des Smiley-Projekts März 2009 zum ersten Mal eine Liste mit Schmuddel-Lokalen in dem Bezirk veröffentlichte, war die Aufregung groß. Jetzt legt das Bezirksamt noch einen drauf.

Betriebe, bei denen erhebliche Verstöße gegen Lebensmittel- und Hygienevorschriften festgestellt wurden, werden nicht nur mit Namen und Adresse genannt, sondern die amtlichen Lebensmittelkontrolleure stellen auch Fotos aus den Dreck-Lokalen ins Internet.

Manche Betriebe haben Zustände verbessert...

Allerdings sollten sich empfindliche Gemüter die Liste besser nicht ansehen, denn was die Fotos zeigen, kann leicht zu Brechreiz führen: Verschimmelte Lebensmittel, total verdreckte Arbeitsecken, Fliegenbefall, Gammelküchen und vieles mehr.

In einigen Fällen hat der öffentliche Pranger den gewünschten Erfolg gezeigt: Zwölf Adressen konnten seit Einführung der Ekel-Liste vorübergehend oder ganz von der Skandal-Liste gestrichen werden, weil die hygienischen Mängel abgestellt wurden.

...andere nicht

Anderen dagegen scheint das Negativ-Image nichts auszumachen. Trotz amtlicher Schreiben und Mahnungen herrschen in einigen Betrieben weiterhin unhaltbare Zustände. Dort zu Essen oder Einzukaufen birgt weiterhin gefährliche Gesundheitsrisiken für Kunden und Gäste.

Bisher nutzt in Deutschland nur der Bezirk Pankow die Möglichkeit, im Internet unhygienische Beanstandungen und Schmuddelecken aufzulisten. Die Senatsverwaltung für Gesundheit prüft aber derzeit eine Ausweitung des Pankower Modells auf ganz Berlin.

Mehr zum Smiley-Projekt in Pankow:

Lebensmittelkontrolleure dpa

Berlin führt "Smiley"- System für Restaurants ein

Der "Smiley" kommt: Ab nächsten Sommer wird in Berlin die Sauberkeit in Restaurants öffentlich gekennzeichnet. Mehr

Copyright: BerlinOnline
(Bilder: dpa; Grüne Woche Berlin)