Dreckige Kneipen, Restaurants und Imbisse in Pankow werden vom Bezirksamt nun auch mit Fotos angeprangert.
Als das Bezirksamt Pankow Anfang im Rahmen des Smiley-Projekts März 2009 zum ersten Mal eine Liste mit Schmuddel-Lokalen in dem Bezirk veröffentlichte, war die Aufregung groß. Jetzt legt das Bezirksamt noch einen drauf.
Betriebe, bei denen erhebliche Verstöße gegen Lebensmittel- und Hygienevorschriften festgestellt wurden, werden nicht nur mit Namen und Adresse genannt, sondern die amtlichen Lebensmittelkontrolleure stellen auch Fotos aus den Dreck-Lokalen ins Internet.
Allerdings sollten sich empfindliche Gemüter die Liste besser nicht ansehen, denn was die Fotos zeigen, kann leicht zu Brechreiz führen: Verschimmelte Lebensmittel, total verdreckte Arbeitsecken, Fliegenbefall, Gammelküchen und vieles mehr.
In einigen Fällen hat der öffentliche Pranger den gewünschten Erfolg gezeigt: Zwölf Adressen konnten seit Einführung der Ekel-Liste vorübergehend oder ganz von der Skandal-Liste gestrichen werden, weil die hygienischen Mängel abgestellt wurden.
Anderen dagegen scheint das Negativ-Image nichts auszumachen. Trotz amtlicher Schreiben und Mahnungen herrschen in einigen Betrieben weiterhin unhaltbare Zustände. Dort zu Essen oder Einzukaufen birgt weiterhin gefährliche Gesundheitsrisiken für Kunden und Gäste.
Bisher nutzt in Deutschland nur der Bezirk Pankow die Möglichkeit, im Internet unhygienische Beanstandungen und Schmuddelecken aufzulisten. Die Senatsverwaltung für Gesundheit prüft aber derzeit eine Ausweitung des Pankower Modells auf ganz Berlin.
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Smiley & Hygiene in Restaurants