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Wildobst
Schlehe, Zierquitte, Hundsrose, Kartoffelrose, Schwarzer Holunder und Sanddorn (v.l.) gehören zum essbaren, heimischen Wildobst. © dpa

Wildobst nur bedingt roh verzehrbar

Wer Wildfrüchte sammeln will, lässt sich besser von einem Kenner einweisen oder kauft sich zumindest ein Bestimmungsbuch.

Das rät die Wildobst-Expertin Helga Schmidt laut dem Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Denn Wildobst eignet sich nicht immer zum rohen Verzehr. So enthalten Holunderbeeren den Giftstoff Sambunigrin, der erst durch Erhitzen zerstört wird.

Ungewöhnliche Aromen, hoher Vitamingehalt

Auch die sauren, kernreichen Mahonien oder die harten Zierquitten sind roh ungenießbar. Ungekocht gegessen werden können dagegen Felsenbirnen. Sie haben eine erfrischende Säure, die kleinen, weichen Kerne verleihen ihnen ein leichtes Bittermandelaroma.

Da die Ausbeute der einzelnen Sorten beim Sammeln von Wildfrüchten meist gering ist, empfiehlt Helga Schmidt, das Obst zu einem Kompott mit Äpfeln zu verarbeiten.

Vor allem Holunder, Traubenkirschen und Zierquitten seien dafür geeignet. Nach dem Pflücken sollten die Früchte kühl gestellt oder am besten gleich verarbeitet werden. Wilde Beeren zeichnen sich meist durch ungewöhnliche Aromen und einen hohen Vitamingehalt aus.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)