Stiftung Warentest hat Feinkostsalate aus Wurst, Gurke und Mayonnaise getestet. Die größten Unterschiede fanden die Tester nicht bei der Qualität, sondern beim Preis.
Stiftung Warentest hat Fleischsalate verglichen- und kaum eines der getesteten 24 Produkte fiel durch. Fazit der Tester: Fleischsalat zählt zu den Feinkostprodukten und wird diesem Anspruch auch überwiegend gerecht. Getestet wurden 24 Fleischsalate, darunter vier Light-Varianten. Endergebnis: 12 von 24 Produkten sind laut Warentestern "gut", zehn bekamen die Note "befriedigend" und je ein Fleischsalat befanden die Tester als "ausreichend" und "mangelhaft". Bei den untersuchten Produkten handelt es sich um Handelsmarken von Discountern und einer Supermarktkette.
Gravierende Unterschiede stellten die Tester dagegen bei den Preisen fest. Beispielsweise kosten 100 Gramm "guter" Delikatess Fleischsalat der Marken "Ja!" von Rewe und "Vitakrone" von Lidl 26 Cent, die gleiche Menge "Wonnemeyer" von Aldi (Süd) 22 Cent. Ganze 79 Cent pro 100 Gramm kostet dagegen der ebenfalls für "gut" befundene Fleischsalat von Mövenpick. Das teuerste, von der Stiftung Warentest noch für "gut" befundene Markenprodukt kostet knapp einen Euro pro 100 Gramm.
Den Warentestern zufolge bestehen die untersuchten Produkte im Durchschnitt zu einem Drittel aus Fett. Eine große Portion von 100 Gramm kann daher mehr als 400 Kalorien enthalten. Fettreduziert dürfen sich Fleischsalate nennen, wenn sie mindestens 30 Prozent weniger Fett als herkömmliche haben. Statt Mayonnaise verwenden die Hersteller dann meist ein Joghurt-Dressing und mageres Geflügel- statt Schweinefleisch. Die fettreduzierten Fleischsalate haben im Schnitt nur 15 Prozent Fett. Die Note "Gut" vergab Warentest an die fettreduzierten Geflügelfleischsalate von Lidl/Linessa und Weight Watchers für 45 bzw. 99 Cent pro 100 Gramm.
Die Bezeichnungen «Delikatess-», «fein» oder «feinste Qualität» signalisieren, dass die Produkte mehr als die vorgeschriebenen 25 Prozent Fleisch oder Brühwurst enthalten. Eine Aussage über eine bessere Fleischqualität sei daraus aber nicht abzuleiten, so die Warentester. Im Test fand sich kein Hinweis darauf, dass minderwertiges Fleisch eingesetzt wird. Kein Fleischsalat kommt aber ohne Zusatzstoffe aus, einer enthielt sogar den Geschmacksverstärker Glutamat. Drei Anbieter setzten Alternativen mit Glutaminsäure ein, acht Salate haben zugesetztes Aroma. Von den "guten" Produkten setzen Aldi (Süd) und Aldi (Nord) die wenigsten Zusatzstoffe ein.
Mehr zu der Untersuchung in der Oktoberausgabe der Zeitschrift «test».
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