Von Stiftung Warentest überprüft und bewiesen: Leitungswasser ist besser als teures Mineralwasser in Flaschen- und manchmal sogar gesünder.
Wer gesundes Wasser trinken will, muss nicht viel Geld ausgeben: Stilles natürliches Mineralwasser aus der Flasche ist laut einem Test zwar teurer, aber nicht unbedingt besser als Leitungswasser. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "test" der Stiftung Warentest in Berlin. Jedes der 29 geprüften Wässer habe irgendeine Schwachstelle, so die Tester.
Viele Verbraucher versprechen sich von Wasser in Flaschen mehr Mineralstoffe. Dass diese Hoffnung trügt, zeigt der Test: Insgesamt liefern fast zwei Drittel der Wässer nur sehr wenig oder wenig Mineralstoffe, viele sogar weniger als Leitungswasser. Dabei ist Preisunterschied ist enorm. In Köln etwa kostet ein Liter Leitungswasser 0,3 Cent. Im Supermarkt und beim Discounter zahlt man 13 Cent, für die Wässer klassischer Marken wie Vittel, Evian und Gerolsteiner sogar meist über 50 Cent pro Liter.
In mehr als jeder dritten Flasche fanden die Tester zudem Keime. Für Gesunde sind diese kein Problem, für Immunschwache und Babys dagegen unter Umständen schon. Für Mineralwasser wie auch für Leitungswasser gilt: Sie müssen nicht keimfrei sein, dürfen aber keine Krankheitserreger enthalten.
Indes gelten für Leitungswasser teils strengere Grenzwerte als für Mineralwasser, etwa für Pestizide und Uran. Zwar fanden die Tester keine problematischen Gehalte, plädieren aber für eine Aktualisierung der Mineral- und Tafelwasserverordnung. Rückläufig im Vergleich zu früheren Tests sind die Gehalte an Acetaldehyd, die aus Kunststoffflaschen ins Wasser wandern können. Nur sechs Produkte enthielten geringe Mengen – gesundheitlich und geschmacklich kein Problem.
Der ausführliche Test Stille Mineralwässer ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.
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