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Kinderlebensmittel sind meist zu süß und zu fett

Speziell für Kinder angepriesene Lebensmittel sind laut Foodwatch meist ungesunde Kalorienbomben.

Zu süß und zu fettig: Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat speziell für Kinder angepriesene Lebensmittel untersucht und schlägt Alarm - die Produkte seien meist ungesunde Kalorienbomben.

Fast drei Viertel von 1500 untersuchten Produkten für Kinder seien «süße und fettige Snacks» gewesen, die nur sparsam verzehrt werden sollten. Das teilte Foodwatch am Dienstag (13. März 2012) in Berlin mit. Produkte, die man reichlich essen kann, wie verarbeitetes Obst, Nudeln oder Säfte, waren nur zu zwölf Prozent unter der Stichprobe.

Mitverantwortung der Unternehmen

«Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die grassierende Fehlernährung von Kindern», sagte Foodwatch-Mitarbeiterin Anne Markwardt. Sie warf der Industrie vor, ein Interesse an gewinnträchtigen Süßwaren, Softdrinks und Snacks zu haben. Hersteller wollten Kinder früh an Marken binden und bei ihnen schon in jungen Jahren Geschmacksprägungen erreichen.

Süßigkeiten nicht mehr als Kinderprodukte bewerben

Nicht ausgewogene Nahrungsmittel wie Süßigkeiten sollten nicht mehr als Kinderprodukte beworben werden, forderte Foodwatch. Produkte dürften auch nicht mit Comicfiguren oder Gewinnspielen gezielt für Kinder vermarktet werden. Gemeinsame Programme von Herstellern zur Bekämpfung von Übergewicht mit staatlichen Einrichtungen oder Sportverbänden seien zu beenden. Schulen und Kindergärten müssten werbefreie Räume sein.

In Deutschland gibt es Gesundheitsstudien zufolge immer mehr übergewichtige Kinder, viele sind bereits krankhaft dick. Eine Folge davon sind auch mehr Diabetes-Fälle.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)