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Japanischer Tee
Bei japanischem Tee und anderen Lebensmitteln aus dem Land ist bisher keine radioaktive Belastung nachgewiesen worden. © dpa

Japanische Produkte bisher nicht belastet

Ob Tee, Sojaprodukte oder Meeresfrüchte: Bislang kontrollierte Lebensmittel aus Japan sind nicht radioaktiv belastet.

Ob Tee, Sojaprodukten oder Meeresfrüchte: In Hamburg kontrollierte Lebensmittel aus Japan waren bisher nicht radioaktiv belastet. Das zeigen die Messergebnisse des Instituts für Hygiene und Umwelt.

Die Messergebnisse etwa von Tee, Sojaprodukten und Meeresfrüchten seien alle unauffällig und lägen weit unter den zugelassenen Höchstwerten, erklärte Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Freitag (5. August). Im Institut für Hygiene und Umwelt, der Hamburger Landesmessstelle für Radioaktivität, wurden den Angaben zufolge seit Mai insgesamt 65 Proben untersucht. Seit der Atomkatastrophe von Fukushima gibt es besondere Kontrollen für Importwaren aus Japan.

Auch Koi-Futter wird untersucht

Insgesamt werden nur sehr wenige Lebensmittel aus Japan in die EU eingeführt, wie die Verbraucherschutzbehörde mitteilte. Hauptimporte sind Sojasoßen, Kakaopulver, alkoholische Getränke, Essig, Nudeln, grüner Tee sowie Futter für Koi-Karpfen. «Schiffe, die Hamburg aus Japan anlaufen, haben zudem zuvor meist andere Häfen passiert, zum Beispiel Hongkong oder Rotterdam, und wurden bereits dort auf eine mögliche radioaktive Belastung geprüft», erklärte ein Sprecher.

Zehn Prozent der Warensendungen werden getestet

Im Veterinär- und Einfuhramt der Behörde wurden bisher 132 Sendungen aus Japan angemeldet und 107 Sendungen einer Einfuhrkontrolle unterzogen. «Damit werden durchschnittlich zwischen 40 und 50 Sendungen pro Monat aus Japan in Hamburg kontrolliert.»

Zehn Prozent der angemeldeten Waren werden den Angaben zufolge zusätzlich auf Radioaktivität untersucht; stammt die Ware aus den direkt betroffenen Präfekturen, erhöht sich die Quote auf 20 Prozent.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)