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Website von mundraub.org © dpa

Obstbäume am Straßenrand: Website zeigt Erntemöglichkeit

Äpfel am Wegesrand pflücken, Pflaumenbäume auf offenen Wiesen abernten: eine Website zeigt, wo das erlaubt ist.

Im Herbst sieht man es in Brandenburg oft: Entlang der Landstraßen, am Rand von Parkplätzen oder auf offen zugänglichem Gelände stehen Obstbäume voller reifer Früchte, die niemand erntet.

Um diese herrenlosen Obstbäume und -sträuchert kümmert sich die Initiative Mundraub. Auf ihrer Website www.mundraub.org entdecken Obstliebhaber wahre Schlemmerparadiese.

Interaktive Karte freier Obstbäume

Das Ziel der Initiative ist es, Obst vergessener und herrenloser Bäume und Sträucher nicht einfach vergammeln zu lassen, sondern abzuernten und gegebenenfalls weiterzuverarbeiten.

Auf einer interaktiven Karte zeigt die Webseite, wo die nächste Obst-Beute an einem freigegebenen Baum wartet. Geordnet nach Sorten, klickt sich der «Mundräuber» von Salzburg bis nach Flensburg, um die besten Plätze für den «Früchteklau» zu entdecken.

Drei Regeln für Mundräuber

Bevor es losgeht, hat der «Mundräuber» aber erst einmal drei Regeln zu akzeptieren:
-Sei gut zur Natur.
-Nur freigegebenes Obst naschen.
-Tue der Region etwas Gutes, von der Du das Obst bekommst.

Obstbäume selbst eintragen

Fünf junge Menschen entwickelten und betreiben die Webseite ehrenamtlich. Mitmachen darf jeder, der Obstbäume kennt, die unbedingt abgeerntet werden müssen. Sei es im eigenen Garten oder an der Landstraße im Dorf.

Der Eintrag ist simpel: Zunächst wird festgehalten, welches Obst es an dem genannten Ort gibt. Dann wird am besten möglichst genau beschrieben, wo die Leckereien zu finden sind. Das kann anhand von Parkplätzen, Bänken oder anderen markanten Punkten geschehen.

Ernte nach Freigabe möglich

Die Initiative kümmert sich um die formelle Freigabe durch den Besitzer, damit niemand aus Versehen zum Diebstahl von privatem Obst animiert wird. Danach ist der eigene Obstbaum oder Strauch auf der Seite verzeichnet. Im Blog der Seite gibt es nützliche Infos zum Thema Obst und Obstverarbeitung.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)