Massagen sollen entspannen oder sind sogar medizinisch notwendig. Wie Massagen wirken und woran man einen guten Masseur erkennt.
Die Augen sind geschlossen. Auf dem Rücken ein sanfter Händedruck- und nach ein paar Minuten durchflutet eine wohlige Wärme den Körper. Bestenfalls sind die Verspannungen im Nacken danach weg. Eine gute Massage kann heilen, pflegen und entspannen. Es gibt aber ganz verschiedene Varianten und manchmal sind Massagen verboten.
«Das Geheimnis völliger Entspannung liegt auf unserer Haut», sagt Karin Schutt, die ein Buch zum Thema geschrieben hat. Auf einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern ist die Haut mit Millionen empfindlicher Nervenenden versehen, die dem Gehirn jeden äußeren Reiz melden. «Sobald Haut auf Haut trifft, entsteht dieser Reiz, der im ganzen Körper Rausch und Ruhe zugleich bewirkt.»
«Die klassische Massage ist das, was man vom Arzt auf dem Rezept verordnet bekommt- sie wird auch als schwedische Massage bezeichnet», sagt Dino Sambo, Physiotherapeut aus Wuppertal und Mitglied im Deutschen Wellness Verband. Sie habe einen ganz klar geregelten Umfang, was Techniken und Einsatzgebiete betrifft, und sei gesetzlich geschützt. Eine Wellnessanwendung hingegen habe keinen direkten therapeutischen Ansatz. «Die Idee ist, Körper und Geist in Einklang zu bringen, so dass Tiefenentspannung entsteht.»
Massage als Lymphdrainage
Verschiedene Techniken kennzeichnen die klassische Massage. Streichende Bewegungen führen die Lymphflüssigkeit in den venösen Blutfluss zurück, bekannt auch unter dem Begriff Lymphdrainage. Beim Kneten dehnen und entspannen sich die Muskelfasern, Hin- und Herreiben fördert die Durchblutung. Klopfen steigert sowohl die Durchblutung als auch die Muskelspannung, und die Vibrationstechnik lindert Schmerzen und entspannt. Schutt spricht von «Streicheleinheiten für die Seele», denn Massagen regen die Produktion von Glückshormonen an und beruhigen strapazierte Nerven.
Bei Wellnessanwendungen geht es dagegen in erster Linie um die Entspannung des Geistes. Die bekannteste unter ihnen ist die Aromatherapiemassage, bei der die Haut mit duftenden Ölen verwöhnt wird. Andere Varianten sind Ayurveda-, Thai- oder Hot-Stone-Massagen.
Mit der Flut an Angeboten sei es für den Verbraucher allerdings immer schwerer geworden, die Qualität der einzelnen Anwendungen zu beurteilen, warnt Sambo.
1. Qualifikation des Masseurs
Diplom-Wellnessmasseur-Zertifikaten sagen nichts über die Qualität des Masseurs aus. Auf der sicheren Seite ist man bei staatlich geprüften Masseuren oder Physiotherapeuten.
2. Massage-Kosten
Eine klassische Massage kostet etwa einen Euro pro Minute.
3. Persönlicher Gesundheitszustand
Ein guter Therapeut befragt den Klienten vor der ersten Anwendung gezielt nach gesundheitlichen Problemen.
4. Massageraum checken
Dieser sollte sauber und gut belüftet sein.
5. Intimsphäre
Die Intimsphäre muss während der Behandlung gewahrt bleiben.
6. Ausstattung des Massage-Raums
Entspanntes Sitzen oder Liegen durch entsprechendes Mobiliar ist Vorraussetzung für eine gute Massage.
Ein Massageverbot besteht grundsätzlich bei akuten Thrombosen, bestimmten Gefäßerkrankungen wie arteriellen Durchblutungsstörungen, Herzproblemen wie der dekompensierten Herzinsuffizienz sowie Erkrankungen des Lymphsystems. Die Nachfrage beim Arzt sei bei Hautkrankheiten sowie Diabetes und während einer Schwangerschaft ratsam, ergänzt Schutt.
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