Training mit Hantel und Theraband
Kleinhantel oder Theraband: Schon einfache Mitteln reichen, um sich daheim fit zu machen. dhfpg.de/dpa

Fit bleiben im eigenen Wohnzimmer: Übungen und Tipps

Kleine, erschwingliche Trainingsgeräte für Daheim können eine Alternative zu Fitness-Studios sein.

Thomas Niewöhner vom Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) im rheinland-pfälzischen Landau rät Einsteigern grundsätzlich, die handlichen Geräte anfangs unter Anleitung auszuprobieren - zum Beispiel im Kurs an der Volkshochschule oder im Sportverein. So lassen sich Fehler beim Gebrauch, etwa durch eine falsche Körperhaltung, vermeiden.

Training mit dem Expander Wer nicht mit dem Fitnessband trainieren möchte, kann auch einen Expander nehmen. dhfpg.de/dpa

THERABAND
«Das Fitnessstudio aus der Westentasche» nennt Niewöhner das breite, elastische Band aus Kautschuk.
Nutzen lässt es sich für ein Krafttraining von Kopf bis Fuß. Je nach Bedarf sind verschieden starke Widerstandstufen erhältlich, die anhand von Farben leicht zu unterscheiden sind. Ein Band sollte mindestens so lang sein wie der Sportler groß ist, rät Andreas Strack von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Ist das Band zu kurz, lässt es sich nicht vernünftig um die Hände wickeln - das ist aber wichtig, um richtig trainieren zu können.

TUBES
Hierbei handelt es sich um eine Alternative zum Theraband, «ähnlich dem altbekannten Expander», sagt Strack. Tubes bestehen ebenfalls aus Gummi, sind aber noch widerstandsfähiger. Sie haben außerdem Griffe, die sich laut Niewöhner auch als Fußschlaufen verwenden lassen - das erleichtert das Beintraining.

Fitness für jedes Alter Um etwas für die Gesundheit zu tun, ist es nie zu spät. dpa

KLEINHANTELN
Sie sind wahlweise meist entweder ein halbes, ein oder zwei Kilogramm schwer und sehen aus wie kleine Knochen. Der Trainingsschwerpunkt liegt auf der Rücken-, Schulter-, Brust- und Armmuskulatur. «Ähnlich wie beim Theraband ist es wichtig, beim Hanteltraining den physiologisch richtigen Bewegungsablauf zu kennen», sagt Niewöhner. Als Beispiel nennt er die klassische Übung «Bizeps-Curl»: Der Ellenbogen wird an der Hüfte fixiert und der Unterarm dann in Richtung Oberkörper gebeugt.

SEILSPRINGEN
Als alleinige Aktivität mag Sportwissenschaftler Strack diesen Kinder- und Boxer-Klassiker nicht empfehlen: Das Hüpfen sei für den Bewegungsapparat auf Dauer zu belastend. 180 bis 190 Mal springen Geübte mittlerweile in 30 Sekunden, sagt Signe Richter vom Deutschen Turner-Bund. Sie trainiert im hessischen Rüsselsheim die bundesweit erfolgreichste Wettkampfgruppe der neudeutsch «Ropeskipping» genannten Sportart. «Es trainiert die Koordination, die Kondition, die Sprungkraft und den Herzrhythmus», zählt sie auf.

Hobbysportler greifen am besten zu einem sehr kurzen Seil aus Kunststoff, das für drei bis vier Euro gelegentlich auch in Discountern zu bekommen ist. «Es sollte, wenn man in der Schlaufe steht, samt Griffen unter die Achselhöhle passen», sagt Richter.

HULAHOOP-REIFEN
«Der Hulahoop-Reifen ist eher ein Spaßgerät», sagt Strack. Die Übungsmöglichkeiten mit den bunten Plastikreifen seien beschränkt. «Für Kinder wäre Hulahoop manchmal ganz gut, denn immer mehr haben Koordinationsschwierigkeiten», beklagt Niewöhner.

Quelle: dpa
(Bilder: dpa)