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Erholsam baden
Wellness in der Wanne: Badezusätze machen das Vollbad erst richtig angenehm. © dpa

Vollbad: Wellness mit Badezusätzen

Ein Vollbad reinigt und entspannt- mit den richtigen Badezusätzen. Tipps für Badedauer, Badeöle, Kräuterbäder und die Zeit danach.

Keine Frage: Ein Bad in der Wanne ist besonders im Winter entspannend. Badezusätze können das Vergnügen noch steigern. Menschen mit gesunder Haut steht eine breite Palette verschiedenster Produkte zur Auswahl: Brausebäder zum Beispiel sorgen für den prickelnden Wellness-Effekt. Duftbäder sind ein Erlebnis für die Sinne. Basische Badesalze wiederum entsäuern die Haut und entgiften mit ihren Mineralien den Organismus.

Mit diesen Tipps tut man nicht nur seiner Seele, sondern auch seiner Haut etwas Gutes:

Wie oft und wie lange darf ich baden?

Zu lange oder zu heiße Bäder bringen nicht nur den Kreislauf durcheinander, sondern schaden der Haut. Tägliche Dusch- oder Badeaktivitäten sind deshalb aus dermatologischer Sicht nicht empfehlenswert. Baden sollte man höchstens zweimal pro Woche und das nicht länger als 20 Minuten, empfehlen Hautärzte. Dabei gilt die Regel: je trockener die Haut, desto kürzer das Bad. Sonst leidet der natürliche Schutzfilm noch mehr.

Denn Kälte, Wind, dicke Kleidung und Heizungsluft machen der Haut im Winter ohnehin schon zu schaffen. Ob draußen oder drinnen: Unserer Haut wird Feuchtigkeit entzogen. Sinkt der Wassergehalt der Hornschicht unter zehn Prozent und ist dann noch der Fettschutzmantel angegriffen, machen sich die unangenehmen Begleiterscheinungen trockener Haut bemerkbar. Das bedeutet: Sie juckt und spannt, wird spröde, rau und rissig.

Wie heiß darf das Badewasser sein?

Auch wenn jeder Mensch Hitze anders empfindet, sollte das Wasser nicht zu heiß sein. Sonst versagt der Kreislauf, Optimal ist eine Temperatur zwischen 35 und 38 Grad Celsius. Bei erhöhtem Blutdruck sind Temperaturen über 37 Grad tabu.

Welcher Badezusatz ist der richtige?

Wer eine gesunde Haut hat, kann Badezusätze meist bedenkenlos verwenden. Doch bei empfindlicher Haut ist Vorsicht geboten. Insbesondere Duftbäder mit ätherischen Ölen sowie Erkältungsbäder können empfindliche Haut stark reizen. Für die Körperpflege kommen je nach Hauttyp unterschiedliche Badezusätze infrage:

Bei normaler Haut reichen Pflegebäder auf Öl-, Milch- oder Cremebasis aus, um die Körperoberfläche vor dem Austrocknen zu bewahren.

Menschen mit fettiger Haut haben dagegen häufig ein Akneproblem. Hier kann durchaus ein leichtes Austrocknen von Nutzen sein. Das lässt sich durch Dusch- oder Badegele erreichen.

Wer eine trockene Haut hat, nimmt am besten Cremebäder oder Ölbäder auf Basis klassischer Öle, wie zum Beispiel Oliven- oder Jojobaöl. Diese Badezusätze sind rückfettend und pflegen die Haut. Nach dem Bad hinterlassen sie einen Ölfilm, den man nicht abrubbeln, sondern nur vorsichtig mit einem Handtuch abtupfen sollte.

Wie testet man die Vertäglichkeit?

Mit Honigbad entspannen Wellness in der Badewanne © dpa

Bei Ölen ist der Fettfilm auf der Haut geschlossener als bei Cremes und Lotionen. Das führt zu einer besseren Hautfeuchtigkeit. Allerdings: Auch pflanzliche Öle können durchaus zu allergischen Reaktionen führen - ein Test an einer kleinen Hautstelle vor dem Bad erspart unliebsame Überraschungen.

Wie mische ich Öle zusammen?

Wer sich Badeöle selbst zusammenstellen will, greift am besten zu ätherischen Ölen. Sie sollten beste Qualität haben, also naturrein und streng schadstoffgeprüft sein. Generell müssen die Öle mit einem Trägeröl verdünnt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie die Haut und die Schleimhäute zu sehr reizen oder Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Der Fantasie sind beim Kombinieren aber keine Grenzen gesetzt.

Welche Öle sind im Winter am besten?

Als Stimmungsaufheller im Winter empfiehlt sich zum Beispiel ein Vanille-Ölbad. Dazu werden 20 Tropfen Vanilleöl mit 50 Milliliter nativem Olivenöl und einem Liter Milch verrührt und ins Badewasser gegeben. Ein Badeöl für trübe Regentage mischt man aus einigen Tropfen Sandel-, Patchouli-, Geranium- und Zitronenöl und fügt dann süßes Mandelöl zu.

Welche Kräuter eignen sich?

Auch Kräuter eignen sich als Badezusatz. Bei unreiner Haut beispielsweise greift man zu einem Mix aus getrocknetem Lavendel, Thymian und Eichenrinde. Sie werden in ein Stoffsäckchen gepackt und so in die Wanne gelegt, dass das einlaufende Wasser darüber rinnt. Alternativ können die Kräuter in einem Liter Wasser 20 Minuten gesiedet werden. Nach dem Abgießen kommt der Sud dann zum Badewasser.

Muss man sich nach dem Baden eincremen?

Der durch Wasserkontakt gestörte natürliche Säureschutzmantel wird im Winter nicht so schnell wieder aufgebaut wie im Sommer. Eincremen ist für die kalte Jahreszeit ein absolutes Muss. Dazu eignen sich Lotionen und Cremes mit hohem Fettanteil, eventuell auch mit Zusatz von feuchtigkeitsbindendem Harnstoff. Und um das Entspannungserlebnis zu vollenden, empfiehlt es sich, nach dem Bad und der Hautpflege noch eine Weile zu ruhen - an einem kalten Winterabend ist das besonders gemütlich.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa; Grüne Woche Berlin)