Für Schwimmbad, Pool oder Strand muss das Make-up wasserfest sein. Aber halten solche Produkte, was sie versprechen? Was bei Kauf und Anwendung zu beachten ist.
Im Sommer muss das Make-up einiges aushalten können: Sei es ein ausgelassenes Bad im Meer oder einen Tauchgang im Schwimmbad- keine Frau möchte mit verwischtem Lippenstift oder schwarzen Rändern unter den Augen wieder auftauchen. Um auch am Strand oder beim Sport gut auszusehen, ist es deshalb ratsam, wasserfestes Make-up zu verwenden. Beim Kauf und der Anwendung gibt es jedoch einiges zu beachten, denn nicht alle Produkte halten tatsächlich mehr als ein paar Spritzern Wasser stand.
In den Laboren der Kosmetikhersteller werden die Produkte auf ihre Beständigkeit getestet. «Wimperntusche muss beispielsweise eine Minute unter fließendem, 25 Grad warmen Wasser überstehen, um als wasserfest zu gelten», erklärt Kreuels. Und Mascara müsse auch verschiedenen Wasserarten wie Chlorwasser, Salzwasser und destilliertem Wasser standhalten. «So wird sichergestellt, dass das Produkt tatsächlich einen Tauchgang übersteht.»
Laut Annette Kreuels vom Kosmetikunternehmen Lancôme in Düsseldorf sollte gutes wasserfestes Make-up kaum Wasser, aber einen hohen Wachsanteil enthalten. «In einem wasserfesten Mascara ist beispielsweise nur ein Zehntel so viel Flüssigkeit wie in einer normalen Wimperntusche, dafür aber gut 60 Prozent mehr Wachs.»
Auch bei der Foundation sei eine hohe Pigmentierung und ein niedriger Wasseranteil wichtig, um das Produkt haltbar zu machen, erklärt die Make-up-Designerin Beatrix Isabel Lied aus Hamburg. «Cremige Make-up-Präparate lösen sich dagegen im Allgemeinen bei Kontakt mit Wasser auf.»
Doch nicht nur Mascara, auch Lip- und Eyeliner gibt es in wasserfester Ausführung. Bei anderen Produkten wie Lidschatten, Rouge und Lipgloss sei das meist nicht der Fall, erklärt Peter Schmidinger vom VKE-Kosmetikverband in Berlin. Diese seien im Handel eher mit dem englischen Hinweis «waterresistant», also wasserabweisend, zu finden. «Einen kurzen Regenschauer halten diese Produkte möglicherweise aus, ein Bad mit Sicherheit nicht», sagt der Beautyexperte.
Damit die Foundation einen Strandtag übersteht, sei es wichtig, ein sogenanntes Camouflage-Make-up zu verwenden, rät die Visagistin Heike M. Falkenstein aus Trier. Dieses sollte man auf dem Handrücken kurz erwärmen und mit einem Make-up-Pinsel auftragen. Anschließend müsse die Haut mit einem Fixierpuder relativ dick eingestäubt werden. «Das Ganze dann etwa zehn Minuten einwirken lassen, den Überschuss abbürsten - fertig», erläutert Falkenstein.
Um dem Austrocknen der Haut durch das Make-up entgegen zu wirken, sollte vor dem Schminken eine Pflegecreme verwendet werden, die die Haut sättigt. Im Sommer müsse so ein Produkt auch einen hohen Lichtschutzfaktor beinhalten, da Gesicht und Dekolleté sehr schnell verbrennen. «Die Foundation reicht nicht aus, um die Haut vor der Sonne zu schützen», sagt die Visagistin.
Auch auf die Lippen sollte zusätzlich zu dem wasserfesten Produkt eine Pflege aufgetragen werden, rät Lied. «Denn Produkte für den Mund, die haltbar sein sollen, trocknen die Lippen tatsächlich aus», sagt sie. Deshalb empfiehlt Lied sogenannte Duo-Lippenstifte, die auf der einen Seite den Farbstift und auf der anderen Seite eine Pflege enthalten. Ein Primer, der vor der Lippenfarbe aufgetragen wird, könne zusätzlich dazu beitragen, dass die Farbe länger haftet.
Zum Abschminken reicht Wasser logischerweise nicht aus. «Um das wasserfeste Augen-Make-up zu entfernen, ist ein Zwei-Phasen-Reiniger gut geeignet. Dieser enthält oben ein ölhaltiges Präparat und unten eine normale Reinigungslotion», sagt Annette Kreuels. Für das Gesicht eigne sich ein schäumendes Waschgel.
Insgesamt findet aber sogar sie, dass trotz der vielfältigen Auswahlmöglichkeiten, die die Kosmetikbranche an wasserfesten Produkte bereithält, weniger manchmal mehr sei: «Nicht jede Frau braucht an allen Stellen Make-up.» Eyeliner, ein wenig Mascara und Lippenstift reichten am Strand schon aus, um toll auszusehen.
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