Urlaubszeit: Auf die richtige Karte setzen

Strand
(Foto: sxc.hu)

Sicher, bequem und kostengünstig sollten die Zahlungsmittel sein, die Verbraucher in einen Auslandsurlaub mitnehmen.

Doch womit zahlt es sich am besten? Seit die ec-Karte vor einigen Jahren an das internationale Maestro- Zahlungsverkehrsnetz angekoppelt worden ist, können deutsche Bankkunden mit dieser Karte an weltweit rund elf Millionen Akzeptanzstellen bezahlen.

Auch Kreditkarten können heute praktisch überall auf der Welt eingesetzt werden. So verfügt beispielsweise der Kreditkartenherausgeber Visa über 24 Millionen Geschäfte, Hotels, Banken und andere Partner, die die Visa-Karte als Zahlungsmittel akzeptieren. Doch neben der Anzahl der Akzeptanzstellen ist insbesondere auf die Kosten zu achten.

Die Gebühren beim Bezahlen in Geschäften oder Hotels hängen vor allem davon ab, ob innerhalb oder außerhalb der Euro-Zone bezahlt wird. Beim bargeldlosen Bezahlen mit der ec- Karte und der Kreditkarte in nunmehr 16 Euro-Ländern wird generell keine Gebühr in Rechnung gestellt. Wer dagegen in fremden Währungsgebieten – hierzu zählen auch elf EU-Staaten – mit einer der beiden Plastikkarten bezahlt, muss beim Umrechnen in Euro mit einem Kursaufschlag von einem bis zwei Prozent rechnen. Die Stiftung Warentest rät, kleinere Beträge besser mit der Kreditkarte zu begleichen, da bei ec-Karten im Regelfall eine Pauschale von mindestens 0,75 bis ein Euro erhoben wird.

Größere Kostenunterschiede gibt es bei der Bargeldbeschaffung. Selbst in Euro-Ländern kann
diese zum teuren Vergnügen werden. Denn neben einem Auslandseinsatz-Entgelt für
Fremdwährungen verlangen viele Banken und Kreditkartenunternehmen zusätzliche Gebühren
für das Bargeldziehen. So betragen die Mindestgebühren für den Einsatz der Kreditkarte am
Geldautomaten in der Regel fünf bis sechs Euro.

Die Gebühren für die Bargeldabhebung mit der ec-Karte liegen mit 2,50 bis fünf Euro meist darunter. Eine Sonderstellung nehmen hier einige Direktbanken ein. Für deren Kunden ist die Kreditkarte heutzutage die kostengünstigere, weil kostenlose Alternative zur ec-Karte. So fällt bei den in Verbindung mit einem Girokonto herausgegebenen Kreditkarten von Comdirect, DKB, ING-DiBa und Volkswagen Bank direct in den Euro-Ländern keine Geldautomatengebühr an.

Fazit: Beim bargeldlosen Bezahlen bestehen keine großen Kostenunterschiede zwischen ec- und Kreditkarte, in Euro-Ländern ist es generell kostenfrei. Aufpassen müssen Kunden aber bei der Bargeldbeschaffung am Geldautomaten.

Bietet die Bank keine Kreditkarte mit kostenfreier Bargeldversorgung, verrät ein Blick ins Preisverzeichnis oder die Nachfrage beim Kundenbetreuer, welche Karte die günstigere Alternative ist. Aber auch die teurere Karte sollte mit auf Reisen gehen. Vor allem bei exotischen Zielen raten die Berliner Warentester, mindestens eine Alternative zu haben, für den Fall, dass eine Karte nicht nutzbar sei. Zudem gehört in jede gute Reisekasse ein Notgroschen in Auslandswährung; sei es für die erste Taxifahrt zum Hotel oder für eine Erfrischung auf dem Flughafen.

Quelle: Finanzwissen kompakt

rtk