Die Urlaubszeit ist da – und mit ihr die Frage, wie die Reisekasse für einen Aufenthalt im Ausland perfekt bestückt ist. Die Antwortet lautet: Auf nur ein Zahlungsmittel sollten sich Bankkunden möglichst nicht verlassen. Es kommt auf den richtigen Mix an, oder anders gesagt: Wer von allem ein bisschen hat, ist für die schönsten Wochen im Jahr gut gerüstet.
Bargeld: Das ist der Notgroschen, der in jede gute Reisekasse gehört, zum Beispiel für die erste Taxifahrt oder ein Abendessen. Verbraucherschützer raten aber aus Sicherheitsgründen, nicht zu viel mitzunehmen. In der Euro- Zone dürften 150 Euro für den ersten Bedarf reichen. In Nicht-Euro-Staaten heißt es dagegen aufpassen: In Ländern mit einer schwachen Währung wie der Türkei bieten einheimische Banken beim Wechsel meist einen besseren Kurs als die Geldhäuser zu Hause. Wer in eine Wechselstube geht, kann beim Umtausch allerdings böse hereinfallen – hier droht die große Gebührenabzocke. Anders sieht es bei Staaten mit eher harter Währung aus
wie der Schweiz oder Großbritannien. Hier sollten Urlauber besser in Deutschland Geld tauschen.
Maestro-Karte: Eine Bankkunden-Karte, die meisten sagen immer noch ECKarte, gehört immer in die perfekte Reisekasse. Damit kann sich der Kunde an mehr als eine Million Geldautomaten in gut hundert Ländern Geld beschaffen und in über zehn Millionen Geschäften und Gasthäusern einkaufen beziehungsweise einkehren. Doch Vorsicht: Clevere Urlauber erkundigen sich bei ihrer Hausbank vorher, bei welchen Partnerbanken sie kostenlos Geld abheben können. Denn wer für die schnelle Bargeldbeschaffung zu fremden Instituten geht, zahlt ein Prozent des abgehobenen Betrags, oder mindestens vier Euro, manchmal sogar noch mehr.
Reiseschecks: Gerade bei langen Reisen in exotische Länder sind diese Urlaubsklassiker ein Muss. Sie sind versichert und eine gute Ergänzung zum Bargeld in Regionen, wo Reisende mit Karten auch aus technischen Gründen nicht weiterkommen. Und bei Diebstahl oder Verlust soll es innerhalb 24 Stunden Ersatz geben. Verbraucherschützer empfehlen jedoch beim Kauf der Reiseschecks, sich nach der richtigen Stückelung, der geeigneten Währung und günstigen Eintauschmöglichkeiten im Urlaubsland zu erkundigen. Denn auch hier können hohe Tauschgebühren die Urlaubsfreude verderben.
Kreditkarten: Die Akzeptanz ist sehr gut. Geldabheben ist jedoch oft teuer. Häufig fallen dafür Gebühren von zwei bis vier Prozent an oder mindestens drei bis sieben Euro. Es gibt aber günstigere Alternativen: Einige Banken bieten ihren Kunden zum Girokonto eine Visa-Card an, mit der sich an mehr als 250.000 Automaten im Euro-Raum kostenlos Bargeld abheben lässt.
Quelle: Presseservice der ING DiBa