Was sind eigentlich Zinseszinsen?

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Trödeln Sparer in jungen Jahren mit dem regelmäßigen Ansparen, verlieren sie nicht nur jede Menge Zeit, sondern auch bedeutend mehr Geld, als so mancher Anleger ahnt. Zinseszins heißt hier das Zauberwort.

Wer jetzt die Nase rümpft und sich an langweilige Mathematikstunden erinnert fühlt, wird sich angesichts folgender Zahlen wünschen, er hätte in der Schule etwas besser aufgepasst. Wie wichtig es ist, frühzeitig mit dem Sparen nach festem Plan anzufangen, zeigt ein Beispiel:

In den vergangenen 20 Jahren hat ein Sparer Monat für Monat 100 Euro auf die hohe Kante gelegt und dafür einen Zinssatz von 3,5 Prozent pro anno kassiert. Hätte er damit nur ein Jahr früher angefangen, dann hätte er heute exakt 2.433,02 Euro mehr auf seinem Sparkonto. Diese zwölf zusätzlichen Monate hätten ihm das extra eingezahlte Geld in Höhe von 1.200 Euro mehr als verdoppelt – dank Zinsen und Zinseszinsen. So macht Sparen richtig Spaß.

Für all jene, die sich jetzt fragen, wie diese Zahlen zustande kommen, hier ein Crashkurs in Zinseszins-Rechnung.

Die Ausgangssituation: Ein Sparer, der fünf Jahre lang jeden Monat 100 Euro auf sein mit 3,5 Prozent verzinstes Konto einzahlt, bekommt nach 60 Monaten exakt 6.556,96 Euro ausbezahlt. Wie viel würde er bekommen, wenn er doppelt so lange zum selben Zinssatz angespart hätte?

Wer sich wieder an seinen Mathematikunterricht erinnert und diese Aufgabe mithilfe des Dreisatzes lösen will, liegt glücklicherweise falsch. Denn statt 13.113,92 Euro nach zehn Jahren erhält der Sparer deutlich mehr als nur das Doppelte, nämlich satte 14.344,56 Euro – also ein Plus von 1.230,64 Euro.

Die Faustregel: Je länger die Anspardauer, umso größer wird der Zinseszins-Effekt. So sind es nach 20 Jahren keineswegs magere 26.227,84 Euro – also viermal der Fünf-Jahres-Wert von 6556,96 Euro. Der Sparer kann die 6.556,96 Euro fast schon mal fünf nehmen (genauer: 5,2736), um auf den Endbetrag für 20 Jahre zu kommen. Beträgt dieser doch 34.578,98 Euro. Tipp: Sparer, die keine Rechenfreaks sind, sollten die hilfreichen Zinsrechner auf www.zinsen-berechnen.de nutzen.

Quelle: DiBa Pressestelle