Trotz aller Turbulenzen an den Finanzmärkten sind Investmentfonds ein gut geeignetes Mittel zum langfristigen Vermögensaufbau.
Je nach Risikoneigung kann der Anleger in schwankungsarme Immobilien- oder Anleihenfonds ebenso investieren wie in Aktienfonds, bei denen das Auf und Ab naturgemäß intensiver ist.
Der besondere Vorteil von Investmentfonds liegt darin, dass bereits kleine Beträge auf viele Marktsegmente und einzelne Wertpapiere verteilt werden können. Die Streuung erfolgt dadurch, dass die Fondsgesellschaft viele kleine Einzelguthaben bündelt und mit dem Gesamtvolumen eine Vielzahl unterschiedlicher Wertpapiere erwirbt.
Allerdings ist das Fondssparen mit Nebenkosten verbunden, die je nach Anbieter und Anlegerverhalten unterschiedlich hoch ausfallen. Vielen Sparern ist dabei nicht bewusst, dass sie bei ein und demselben Fonds die Höhe der Gebühren selbst mit beeinflussen können. Ausgabeaufschlag, Depotführungsgebühren der Bank sowie die internen Gebühren für das Fondsmanagement sind die wichtigsten Ausgabenposten, mit denen ein Fondssparer rechnen muss. Auf die Managementgebühren hat er keinen Einfluss, doch bei Ausgabeaufschlag und Depotverwaltung kann er mit der richtigen Vorgehensweise viel Geld sparen.
So lassen sich viele Aktienfonds, die über Filialbanken und Vermittler mit fünf Prozent Ausgabeaufschlag vertrieben werden, bei Direktbanken ohne den renditemindernden Aufschlag erwerben. Auch bei den jährlichen Gebühren für die Depotführung gibt es eine beachtliche Bandbreite: Die Spanne reicht vom Nulltarif bei einigen Direktbanken bis zu mehr als 30 Euro pro Jahr, wenn der Anleger seine Fondsanteile bei einer Bank oder Fondsgesellschaft mit teuren Gebührenmodellen verwalten lässt.
Vor allem bei Sparplänen können solche Nebenkosten einen großen Teil der Gewinne auffressen. Wer fünf Prozent Ausgabeaufschlag und 30 Euro jährliche Depotgebühr bezahlt, hat nach zehn Jahren bei 50 Euro monatlicher Sparrate und sechs Prozent jährlichem Wertzuwachs ein Guthaben von 7.369 Euro. Können hingegen sowohl Ausgabeaufschlag wie auch Depotgebühr eingespart werden, dann bleiben dem Sparer bei gleichem Sparbetrag und Wertzuwachs nach zehn Jahren 8.166 Euro – in diesem Beispiel lassen sich somit unterm Strich Nebenkosten in Höhe von fast 800 Euro vermeiden.
Nicht nur das reine Kostensparen ist ein wichtiger Aspekt bei der Vermögensbildung
mit Investmentfonds, sondern auch die Auswirkung der Nebenkosten auf das Verhältnis von Chancen und Risiken. Je höher die Kosten sind, umso niedriger ist das tatsächlich angelegte Guthaben – und umso größer ist das einzugehende Risiko, um mit hoher Rendite den Kostennachteil wieder auszugleichen. Wer indessen konsequent Kosten einspart, hat von vornherein eine größere Kapitalbasis und kann dadurch auch mit weniger riskanten Anlageinstrumenten gute Renditen erzielen.
Quelle DiBa Presseservice