Montag, 21. Juni 2010 14:30 Uhr
Der japanische Elektronikhersteller Nintendo haucht seiner in die Jahre gekommenen mobilen Konsole DS mit 3D-Technik neues Leben ein. Das Unternehmen enthüllte am Dienstag (15. Juni) auf der Spielefachmesse E3 in Los Angeles die neue Generation 3DS.
Nintendo nannte allerdings weder einen Preis noch ein Datum, wann das Gerät in die Läden kommt. Das sorgte unter Analysten für Enttäuschung. Der Konzern hatte die 3DS bereits Ende März in Grundzügen angekündigt und damit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Denn die Technik ist einzigartig: Für den 3D-Effekt bedarf es keiner Brille. Ein spezieller Monitor sorgt für die räumliche Darstellung.
Mit dem dreidimensionalen Effekt, der bereits den Science-Fiction-Streifen «Avatar» zum erfolgreichsten Film aller Zeiten machte, stemmt sich der Hersteller gegen die wachsende Zahl der Smartphones mit ihrem reichlichen Spieleangebot.
Die 3DS ist Sprössling Nummer vier der DS-Baureihe. Die Spielekonsolen für unterwegs stehen in der Tradition des Game Boy. Sie haben diesen Klassiker von 1989 aber mittlerweile von den Stückzahlen her überholt. Nintendo hat bislang mehr als 129 Millionen DS absetzen können. Zuletzt gingen die Verkaufszahlen indes merklich zurück. Vielen Spielefans reichte ihr Smartphone.
Die erste DS ging 2004 in den USA und Japan an den Start und kam 2005 nach Europa. Charakteristisches Merkmal sind bis heute die zwei Bildschirme. Bei der neuen 3DS ist nur der größere in der Lage, dreidimensionale Bilder zu liefern. Der kleinere dient mit seiner berührungsempfindlichen Oberfläche zum Steuern der Spiele. Zusammen mit der 3DS kommen eine Reihe neuer Titel auf den Markt.
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