BerlinOnline.de

Blumenfotos brauchen Zeit

Montag, 24. August 2009 15:28 Uhr

Blumen sind unkomplizierte fotografische Motive. Sie laufen nicht weg und können mit jeder Kamera eingefangen werden. Von Vorteil ist eine Kamera, die über manuelle Einstellungsmöglichkeiten und eine Optik verfügt, die auch Aufnahmen im Nahbereich zulässt.

Andererseits bringt der Einsatz eines Weitwinkel, Normal- oder Teleobjektivs Abwechslung - er lässt Blüten zwangsläufig anders aussehen, so der Photoindustrie-Verband in Frankfurt.

Sofern die Kamera einen Wechsel des Farbraums erlaubt, sollte man sich für den Adobe RGB Farbraum entscheiden, raten die Experten. Da er größer ist als der sRGB-Farbraum, könne er die Vielfalt der Farben wesentlich wirkungsvoller eingefangen. Zudem ist der Adobe RGB Farbraum in der Druckvorstufe Standard. Für die Darstellung der Aufnahmen im Internet reicht hingegen der sRGB-Farbraum.

Ein ausdrucksstarkes Blütenporträt verlangt in jedem Fall nach Zeit. Hilfreich ist es, sich mit der Farbenlehre auseinanderzusetzen. Gemischte Farben wirken in der Regel subtil und nehmen einen nicht so gefangen wie Grundfarben, bei denen es sich um reine Farben handelt, die voller visueller Kraft sind. Farben alleine ergeben jedoch ohne gestalterische Zutaten noch keine wirkungsvolle Aufnahme. Die Aufgabe des Fotografen ist es, sich mit der Bildkomposition und der Perspektive ebenso auseinanderzusetzen wie mit dem Schärfenbereich. Das Spiel mit Zeit und Blende ist ein Muss - und nicht jede Aufnahme wird ein Volltreffer sein.

Quelle: dpa
(Bilder: getwired / www.sxc.hu ; Enrico Verworner/ www.enrico-verworner.de ; Dash - Fotolia.com; berlin.de)