Montag, 24. August 2009 15:14 Uhr
Die Wirkung der Brennweite eines Objektivs ändert sich mit der Größe von Aufnahmeformaten und Sensorgröße. Zum Beispiel wird ein 2 Meter hohes Objekt mit 50 Millimetern (mm) Brennweite 10 mm hoch abgebildet.
Erfolgt die Abbildung auf einem 16 mm hohen APS-C-Sensor, dann sind 10 mm viel, während das Motiv auf einem 24 mm Vollformatsensor schon kleiner ist und damit mehr Umfeld sichtbar wird, erklärt der Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Auf einem 36 mm Mittelformatsensor wirkt das Motiv demnach noch kleiner - es kommt noch mehr Umfeld auf das Bild.
Aus Brennweite und Sensorgröße ergibt sich der Bildwinkel, der deutlich mehr darüber aussagt, welcher Teil vom Motiv erfasst und auf das Aufnahmemedium projiziert wird. Er ist somit wesentlich aussagekräftiger. Ändert man Brennweite und Sensorgröße um den gleichen Faktor, so bleibt der Bildwinkel gleich. Um also einen bestimmten Bildwinkel abzudecken, benötigen die verschiedenen Sensorgrößen unterschiedliche Brennweiten. Je kleiner der Kamerasensor ist, desto kürzer muss die Brennweite sein, wenn der Bildwinkel - und damit der abgebildete Ausschnitt - gleich bleiben soll.
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