Freitag, 15. Oktober 2010 15:17 Uhr
Nebel, Dunst und fades Licht: Herbst und Winter scheinen auf den ersten Blick wenig Attraktives für Fotografen bereitzuhalten. Doch es lohnt sich für sie, sich auf diese Verhältnisse einzulassen.
Bei Nebel verschwindet der Horizont und die Welt wird plötzlich ungewöhnlich klein. Außerdem macht Nebel das Licht weicher. Allerdings sollte man auf eine kleine Brennweite achten, rät der Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Denn bei Teleaufnahmen tritt der unerwünschte Effekt eines grauen, unstrukturierten Schleiers allzu deutlich zutage.
Grundsätzlich bieten sich im Nebel zwei Motivmöglichkeiten an: Zum einen Strukturen, die besonders lang sind und deren Ende im Dunst verschwindet, Hochhäuser beispielsweise, Straßen oder Brücken. Zum anderen kann man Motive in der Tiefe staffeln, zum Beispiel die Bäume einer Allee, Laufbahnen auf dem Sportplatz oder Menschen in einer Fußgängerzone, die quasi im Nichts verschwinden.
Wenn das Licht wie im Nebel besonders gedämpft ist, lohnt es sich auch, gezielt nach starken Kontrasten zu suchen. Helle Lichter im Nebel, selbst solche von Autos, machen sich gut. Und auch die Sonne, Schattenrisse oder kräftige Farben können einen Kontrast zum milchigen Dunkel auf der Erde darstellen.
Fotografen sollten auch wissen, dass Dunst, Smog und Nebel viel Licht schlucken. Es empfiehlt sich deshalb, lichtstarke Objektive mitzunehmen und an der Digitalkamera eine höhere Empfindlichkeit einzustellen. Bei längeren Belichtungszeiten hilft ein Stativ.
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