Mittwoch, 10. Oktober 2012 15:11 Uhr
Alufelgen werten jedes Auto auf. Die Leichtmetallfelgen sind aber empfindlich: Worauf man bei Pflege und Wartung achten muss.
Alufelgen gehören mittlerweile bei vielen Modellen zur Serienausstattung. Alufelgen sehen einfach schicker aus, sie sind zudem leichter, doch zum Leidwesen vieler Autobesitzer auch empfindlicher. Die richtige Pflege der Felgen ist daher sehr wichtig.
Durch Straßenschmutz und Bremsstaub verlieren Leichtmetallräder schnell ihren Glanz. Das lässt sich nicht vermeiden und ist im Prinzip auch kein Drama. Solange die schützende Klarlackschicht oder die Pulverbeschichtung auf den Felgen unbeschädigt ist, können solche unschönen Rückstände leicht mit Wasser und Autoshampoo beseitigt werden. Das klappt aber nur, wenn der Dreck regelmäßig entfernt wird. Denn durch die Hitze, die die Bremsen abstrahlen, kann sich vor allem der Bremsstaub in die Oberfläche einbrennen. Dann bekommt man die Räder nicht mehr allein durch Waschen blank.
Mit etwas Glück lässt sich der festgebackene Bremsenabrieb mit Felgenreiniger aus dem Autozubehörhandel entfernen. Vor dem Kauf sollten Fahrzeugbesitzer den Beipackzettel lesen. Der Reiniger sollte säurefrei und für die Anwendung auf lackierten, eloxierten oder auch unbehandelten Leichtmetallrädern freigegeben sein. Wenn der Schmutz schon zu tief in die Felgenoberfläche eingebrannt ist, hilft nur noch eine Komplettrestaurierung beim Fachmann. Je nach Arbeitsaufwand und Felgentyp werden dafür pro Rad zwischen 75 und 300 Euro fällig.
Wenn aufgewirbelte Steinchen die Klarlackschicht durchlöchert haben, die das Aluminium vor Nässe, Streusalz und anderen schädlichen Einflüssen schützt, sollte man zum Fachmann gehen. Es bringt nichts, solche Macken provisorisch zu reparieren, indem man punktuell etwas Klarlack auftupft. Das hält nicht lange und sieht auch nicht gut aus. Ein Profi schleift die Klarlackschicht der Felge ab, grundiert die Felge und lackiert sie neu.
Selbst professionelle Aufbereiter haben nur extrem begrenzte Möglichkeiten, wenn nicht nur die Versiegelung einer Felge, sondern das Metall beschädigt ist. Es muss ganz klar zwischen der optischen Instandsetzung und einer Reparatur unterschieden werden. Felgenreparaturen sind bei allen Fahrzeugen, die im Straßenverkehr genutzt werden, grundsätzlich verboten.
Weder dürften zum Beispiel Risse in Rädern geschweißt, noch Beulen durch Hammerschläge oder Erhitzen beseitigt werden. Niemand kann garantieren, dass das Rad danach noch genauso stabil wie vorher ist. Ein Felgenbruch während der Fahrt hätte denkbar schlimme Folgen, der Wagen würde ziemlich sicher außer Kontrolle geraten.
"Felgenreparaturen aller Art"- solche Werbebotschaften sollten mehr abschrecken als Interesse wecken. Ebenso bei der optischen Aufbereitung ist längst nicht alles erlaubt. Zu den häufigsten Makeln an Alufelgen zählen Schrammen, die Bordsteine hinterlassen, wenn Autofahrer sich beim Einparken verschätzen. Solche Kratzer dürfen bestenfalls ausgebessert werden, wenn sie weniger als ein Millimeter tief und nicht mehr als 50 Millimeter vom Außenrand der Felge entfernt sind. Wenn der äußere Rand eines Rades - das sogenannte Felgenhorn- verbogen ist, ist die Felge auf jeden Fall hinüber.
Wer eine beschädigte Alufelge auffrischen lassen will, sollte sich vorher gut beraten lassen. Erste Adressen seien immer der Hersteller oder der Anbieter einer Felge, die im Einzelfall die Möglichkeiten für eine Instandsetzung weiter eingrenzen könnten, sagt Caasmann.
Vom Betrieb, der die Aufarbeitung übernehmen soll, lassen sich Autobesitzer am besten im Detail erklären, was genau mit der Felge gemacht wird, rät Schuster. Seriöse Anbieter nehmen außerdem nicht sofort jeden Auftrag an. Sie wollen vorher einen Blick auf das Rad werfen oder zumindest Fotos davon sehen, die oft schon viel darüber aussagen, ob eine Felge überhaupt zu retten ist. Möglicherweise lohnt sich die Instandsetzung auch gar nicht. Eine neue Felge ist unter Umständen günstiger zu haben als eine aufwendige Aufarbeitung.
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