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Reifengas
Spezielles Reifengas sichert einen konstanten Reifendruck, ist jedoch nur in Extremfällen wie z.B. bei Rennfahrzeugen ratsam. © dpa

Reifengas: Ist Stickstoff besser als Druckluft?

Neben der Füllung von Autoreifen mit gewöhnlicher Druckluft gibt es für Autofahrer auch die Möglichkeit, ein spezielles Reifengas zu verwenden. Lohnt die Investition?

Viele Autowerkstätten bieten an, Reifen mit Stickstoff statt mit Druckluft zu befüllen. Das Reifengas soll länger im Pneu bleiben, das Fahrverhalten verbessern und durch einen optimierten Rollwiderstand beim Spritsparen helfen. Der TÜV Nord geht dem nach.

Stickstoff statt Sauerstoff

Wer sich für Spezialgas entscheidet, muss dafür pro Fahrzeug rund 10 bis 20 Euro zahlen, teilt der TÜV Nord mit. Das Gas soll beispielsweise länger im Reifen bleiben. Die Erklärung: Reifengas enthalte im Gegensatz zu Druckluft fast keinen Sauerstoff. Der Stickstoff garantiere einen konstanten Reifendruck, weil sich das Gas- anders als Sauerstoff- bei höheren Temperaturen nicht ausdehne.

Stickstoff im Autoreifen nicht nötig

Lohnt also die Investition in Reifengas? Wohl kaum, betonen die TÜV-Experten.Reifengas wird üblicherweise in Bereichen eingesetzt, wo Reifen unter sehr hohem Druck stehen oder Brandgefahr droht, etwa bei Rennfahrzeugen, Gefahrguttransportern oder Flugzeugen, erläutert der TÜV Nord. Die Vorteile von Stickstoff-Befüllungen seien auf Autopneus aber nicht übertragbar, denn bei dem vergleichsweise niedrigen Druck und den geringen Temperaturschwankungen sei ein Unterschied kaum messbar. Eine regelmäßige Kontrolle des Reifendrucks reiche aus.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)