Mittwoch, 5. September 2012 14:19 Uhr
Fußballfans wollen die Siege ihrer Mannschaft in Autokorsos feiern. Legal ist das nicht- und im Schadensfall macht die Versicherung Probleme.
Gut gelaunte Fußballfans werden während der WM die Siege ihrer Mannschaft in Autokorsos feiern. Damit ihnen das Lachen nicht vergeht, sollten sie folgendes wissen:
Autofahrer sollten sich während der Fahrt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und besser angeschnallt bleiben. Dann gibt es normalerweise keine Probleme mit der Polizei, auch wenn Autokorsos streng genommen nach der Straßenverkehrsordnung verboten sind.
Bei einem Autokorso mit Schrittgeschwindigkeit besteht laut dem ADAC zwar keine Anschnallpflicht- anders als beispielsweise beim Stop-and-Go im Stadtverkehr oder in einem Stau. Fahrzeuginsassen sollten trotzdem auch bei Korsofahrten den Gurt anlegen. Denn Unfälle können sonst schon bei geringem Tempo schwere Verletzungen zur Folge haben, vor allem dann, wenn sich Mitfahrer verbotenerweise aus dem Schiebedach oder Fenster eines Autos lehnen. Solche Aktionen könnten im Schadensfall außerdem zu Abstrichen bei der Versicherungsleistung führen, weil ein Mitverschulden anzunehmen ist.
Ärger mit der Polizei ist absehbar, wenn zum Beispiel eine große Fahne an einer langen Stange während der Fahrt aus dem Fenster gehalten wird oder jemand auf der Motorhaube oder dem Autodach mitfährt und sich so in Lebensgefahr bringt. Gegen kleine Fähnchen am Wagen spricht laut ADAC hingegen nichts, solange diese gut befestigt sind. Vor Autobahnfahrten werden sie aber besser eingeholt, denn ab etwa 90 km/h drohen Stoff und Halterungen dem Winddruck nachzugeben.
Auch Hupen zur WM ist mit oder ohne Autokorso eigentlich verboten. So hatten anlässlich der EM 2012 Innenministerium und Polizei in Baden-Württemberg darauf hingewiesen, dass es sich bei grundlosem Hupen prinzipiell um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die Strafe kosten kann. Ob die Ordnungswidrigkeit allerdings geahndet wird, liegt im im Ermessen der Polizisten- und die drücken bei jubelnden Fußballfans oftmals ein Auge zu.
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