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Ford rüstet Mustang auf
Kraftstrotzendes Einzelstück: Dieser in Erinnerung an Carroll Shelby getunte Ford Mustang leistet 625 kW/850 PS. Foto: Thomas Geiger © dpa

Kult und Enthüllungen: Hingucker vom Concours d'Elegance

Beim Concours d'Elegance präsentieren Besitzer die extravaganten Modelle der Autowelt. Neben edlen Oldtimern und Einzelanfertigungen sind auch historische Kultstars vertreten. In Pebble Beach mischen auch Ford, Bentley, Porsche und BMW mit.

Ford rüstet Mustang zum Gedenken an Carroll Shelby auf

Mit einer extrem geschärften Variante des Mustang gedenkt Ford der amerikanischen Tuning-Legende Carroll Shelby. Der erfolgreiche Rennfahrer und Konstrukteur von Sportwagen wie der Cobra war bis kurz vor seinem Tod in diesem Sommer enger Entwicklungs- und Kooperationspartner von Ford. Deshalb hat das US-Unternehmen einen gemeinsam mit Shelby in der Rennsportabteilung entwickelten Mustang weiter verfeinert und zum Supersportwagen aufgerüstet.

Das beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach enthüllte Einzelstück hat eine deutlich verbreiterte Karosserie mit markanter Hutze auf der Haube. Darunter steckt ein V8-Motor, der mit einem nachgerüsteten Kompressors auf 625 kW/850 PS kommt. Das sind rund 147 kW/200 PS mehr als beim stärksten Serienmodell Mustang GT 500. Eine Serienproduktion des in blau mit weißen Rallyestreifen lackierten Coupés ist nicht geplant. Dennoch kommt das Einzelstück auf die Straße: Es soll für einen guten Zweck versteigert werden.

Bentley plant Cabrio-Version des Mulsanne

Den Bentley Mulsanne könnte es bald als Cabrio geben. Eine entsprechende Studie stellte die britische Luxusmarke ausgewählten Kunden in Pebble Beach vor. Komme das offene Auto gut an, könne es in zwei Jahren in Serie gehen, sagte Firmenchef Wolfgang Dürheimer. Daran zweifelt in Unternehmenskreisen kaum jemand. Denn Cabrios wie zuletzt der Azure haben bei Bentley Tradition.

Angetrieben wird der offene Viersitzer vom gleichen V8-Motor wie die Limousine. Das Aggregat schöpft aus 6,8 Litern Hubraum 377 kW/512 PS. Das dürfte trotz eines Gewichts von rund 2,5 Tonnen für etwa 280 km/h Spitzentempo reichen. Einen Preis für den in Länge und Radstand um etwa 15 Zentimeter gekürzten Wagen mit elektrischem Stoffdach nannte Dürheimer noch nicht. «Aber ein Aufschlag von zehn Prozent auf die Limousine halte ich für vernünftig», sagte der Marken-Chef. Demnach müssten Käufer mit etwa 330 000 Euro rechnen.

Legendärer Porsche Marke Eigenbau aus Frankreich

Der Porsche 550 feierte als Einzelstück ein Comeback. Das französische Konstruktionsbüro D3 hat eine moderne Neuauflage des legendären Sportwagens präsentiert, der durch den Unfalltod des Schauspielers James Dean zu trauriger Berühmtheit gelangte. Allerdings hat D3 unter dem Markennamen Vintech statt eines Roadsters ein Coupé entworfen.

Der Zweisitzer besteht komplett aus Karbon und wiegt deshalb nur 550 Kilogramm, berichtet Firmenchef Frederic Robin und nennt das als eigentlichen Grund für den historisch bedeutsamen Namen. Angetrieben wird der 3,48 Meter kurze und 1,10 Meter flache Silberling von einem ebenfalls selbst entwickelten Vierzylinder-Boxer. Der luftgekühlte Motor im Heck hat laut Robin 3,0 Liter Hubraum und kommt auf knapp 221 kW/300 PS. Theoretisch seinen damit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h möglich, so der Konstrukteur weiter.

Mit Rücksicht auf die Markenrechte von Porsche plant D3 keine Serienfertigung des Retro-Renners. «Wir hätten zwar schon hier in Pebble Beach ein Dutzend Autos verkaufen können», sagt Robin. «Aber wir sehen im P550 nur einen Werbeträger für Entwicklungsarbeit und kein Verkaufsmodell.»

BMW Z4 von Zagato lässt die Hüllen fallen

Der italienische Karosseriebauer Zagato hat einen Roadster auf Basis des BMW Z4 in Kalifornien enthüllt. Vor drei Monaten hatte Zagato bei der Oldtimer-Veranstaltung Villa d'Este bereits ein Coupé auf Basis des Z4 vorgestellt.

Beim vorgeführten Einzelstück wurden viele Details verändert: Das beginnt beim Kühlergrill, der aus zahlreichen Z-Lettern besteht, und reicht von den großen Kiemen in den Flanken bis zum stromlinienförmigen Heck. Der offene Zweisitzer wurde angeblich binnen sechs Wochen aufgebaut. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen treibt die Studie ein 3,0 Liter großer Sechszylinder an, der rund 294 kW/400 PS leistet. Damit sollten Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h möglich sein.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)