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Elektroautos bei Renault
Alle fahren mit Strom: Renault stellt mehrere Varianten seines Elektroautos vor. © dpa

Renault trumpft mit vier neuen Elektroautos

Dienstag, 24. November 2009 11:52 Uhr

Vier batteriebetriebene Fahrzeuge hat der französische Autobauer im Angebot: vom Einsitzer bis zur Familienlimousine.

Renault will bereits 2011 mit einer kompletten Modellfamilie designierter Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen.

Modell Twizy: Unkonventioneller Stadtflitzer

Das unkonventionellste Fahrzeug ist der Stadtflitzer Twizy, in dem die beiden Passagiere ähnlich wie im überdachten BMW-Roller C1 hintereinander sitzen. Allerdings hat dieses 2,30 Meter lange und 1,13 Meter breite Gefährt nicht zwei, sondern vier Räder. Sie werden von einem Elektromotor mit 15 kW/20 PS angetrieben. Bei einem Wendekreis von nur drei Metern ausgesprochen agil, erreicht der Zweisitzer bis zu 75 km/h und soll mit einer Akku-Ladung 100 Kilometer weit kommen.

Modell Zoe: 160 Kilometer mit einer Stromladung

Mit 4,10 Metern etwa so groß wie der Clio, aber sehr viel futuristischer ist der Renault Zoe, der neben dem sauberen Antrieb auch eine neue Klimaanlage bekommt. Sie temperiert nicht nur den Wagen, sondern kann die Luft auch befeuchten, entgiften oder parfümieren. Unter seiner Haube steckt ein E-Motor mit 70 kW/95 PS, der 140 km/h erlaubt und Strom für 160 Kilometer hat.

Modelle Kangoo Be Bop und Fluence

Viel greifbarer als diese beiden Studien sind die Elektrovarianten des Kangoo Be Bop und der neuen Stufenheck-Limousine Fluence, die ab 2011 in Serie gegen sollen. Sie nutzen beide die Antriebstechnik, die auch im Zoe verbaut ist und kommen ebenfalls auf eine Reichweite von 160 Kilometern.

Drei Lade-Modi geplant

Bei den Elektroautos setzt Renault auf einen Lithium-Ionen-Akku und plant mittelfristig drei unterschiedliche Lade-Modi:
- Wie bei jedem anderen Elektrofahrzeug kann man die Akkus in vier bis acht Stunden an einer gewöhnlichen Steckdose aufladen.
- Spezielle Ladestationen mit stärkeren Strömen sollen die Ladezeit auf 20 Minuten reduzieren.
- Noch schneller geht es mit dem System «Quickdrop», bei dem die Batterien in drei Minuten an speziellen Wechselstationen ausgetauscht werden können.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)