BerlinOnline.de

E-Klasse_5
Mercedes hat den Edelkombi erfunden - nun bringt der Hersteller aus Stuttgart die fünfte Generation an den Start. © dpa

Mercedes E-Klasse T-Modell: Fürstlicher Auftritt des Edelkombis

Mittwoch, 2. Dezember 2009 11:31 Uhr

Die Mutter der Lade-Noblesse setzt mit dem neuen T-Modell noch einen drauf: Mehr Platz, mehr Sicherheit und noch mehr Extras.

Das T-Modell der E-Klasse ist der König der Kombis. Kein anderes Auto in diesem Segment bietet so viel Raum, hat so viel Noblesse und obendrein eine so lange Geschichte wie der Mercedes.

E-Klasse Der König der Kombis feiert einen langen Siegeszug. Auch das neue T-Modell knüpft an die Erfolge der Vorgänger an. © dpa

Die fünfte Auflage des Lademeisters

Schließlich haben sich die Hersteller aus Stuttgart schon vor mehr als 30 Jahren die Sache mit den Edelkombis ausgedacht und seitdem über eine Million T-Modelle verkauft. Ende November ist nun schon die fünfte Auflage des Lademeisters an den Start gegangen.

Dabei übernimmt Mercedes vor allem die Verbesserungen, die der Generationswechsel für die Limousine gebracht hat.

E-Klasse Sicherheit in Serie: Zur Standardausstattung zählen sieben Airbags und ein Müdigkeitswarner. © dpa

Weniger Durst und mehr Sicherheit

Wie der Viertürer ist auch das T-Modell sparsamer und sicherer als je zuvor. Die Motoren - mittelfristig gibt es je vier Diesel und Benziner mit 100 kW/136 PS bis 386 kW/525 PS - sind «downgesized», direkt eingespritzt und aufgeladen und brauchen im besten Fall 23 Prozent weniger Sprit.

Zur Serienausstattung zählen unter anderem sieben Airbags und ein Müdigkeitswarner. Auf Wunsch sind auch viele «Schutzengel» zu haben:

Verkehrszeichenerkennung, adaptive Scheinwerfer, Unterstützung bei der Spurführung, automatische Notbremsung und Abstandstempomat - viel mehr als Lenken muss der Fahrer in der E-Klasse dann nicht mehr.

E-Klasse_4 Platz gibt es wie gewohnt zu Genüge. Kofortable Extras wie die asymmetrisch teilbare Rückenlehne erleichtern zudem das Beladen. © dpa

Clevere Details für den Laderaum

Das Ladevolumen war schon beim Vorgänger so stattlich, dass sich daran kaum noch etwas geändert hat. Neu sind ein paar Details: So kann man die asymmetrisch teilbare Rückenlehne im Fond dank eines neuen Hebels mit einem Finger umklappen.

Und auch die Last mit der Laderaumabtrennung ist vorbei, weil die Kassette jetzt nicht mehr an der Lehne befestigt ist. Die Führung des Rollos wurde ebenfalls verbessert.

Der Stoff wirkt zwar weniger nobel, als es sich in dieser Klasse geziemt. Doch gleitet er nun samt der Heckklappe nach oben, so dass man die Jalousie im Normalfall nicht mehr anfassen muss.

T-Modell Cleveres Detail: Über einen Seilzug lassen sich die beiden Rücksitzlehnen mit einem Handgriff entriegeln und umklappen. (Bild: Mercedes-Benz) © dpa

Klemmen, zurren, blockieren - so passt die Last

Zum großen Laderaum gibt es ein paar pfiffige Kleinigkeiten - die Taschenhaken in den Seitenwänden etwa, oder den Ladeboden, der auch als Trennwand aufgestellt werden kann und auf der Unterseite einen Kratzschutz für die verchromte Ladekante hat.

Außerdem gibt es eine eingebaute Klappbox im Souterrain und das bewährte Befestigungssystem mit Gleitschienen, Zurrösen, Haltestangen und Gepäckgummis.

Wichtige Kombi-Extras jetzt serienmäßig an Bord

Die wichtigste Verbesserung zeigt allerdings die Ausstattungsliste: Gab es die Dachreling und die hintere Luftfederung mit Niveauregulierung für das komfortabel ausgelegte Fahrwerk auch beim Vorgänger als Standard, ist nun auch die elektrische Heckklappe serienmäßig. Ein Knopfdruck genügt, schon schwingt der Laden auf und man kann seine Einkäufe problemlos verstauen.

Allerdings hat der Luxus auch seinen Preis: Rund 3200 Euro Aufschlag werden fällig, wenn man statt der Limousine den Kombi bestellt. Zum Start heißt das mindestens 44.800 Euro, und selbst mit weiteren nachgereichten Basismotoren sinkt der Tarif Anfang 2010 nur auf 41.948 Euro.

T-Modell Groß soll er sein: Um mit dem Kombi schnell auf Touren zu kommen, sollten Käufer nicht die kleinste Motoren wählen. © dpa

Wer beim Motor knausert, spart am falschen Ende

Außerdem hat man dann womöglich am falschen Ende gespart: Denn insbesondere der kleinste Benziner wäre in der C-Klasse wahrscheinlich besser aufgehoben. Nicht dass es dem 135 kW/183 PS starken 1,8-Liter im E 200 CGI an Kraft fehlen würde. Aber vor allem im Zusammenspiel mit der betagten Fünfgang-Automatik kommt der Benzindirekteinspritzer nicht so recht auf Touren. Nur wenn man ihn mit hohen Drehzahlen bei Laune hält, geht es flotter voran.

Dann allerdings sollte der 1,7 Tonnen schwere Kombi nicht voll beladen sein. Sonst kann man den Sprintwert von 8,8 Sekunden wie den Normverbrauch von 7,9 Litern (CO2-Ausstoß 183 g/km) abschreiben. Und auch 222 km/h Höchsttempo sind in dieser Klasse nicht gerade üppig.

Fazit: Der größte, luxuriöseste und teuerste Kombi

Mit drei Jahrzehnten und vier Generationen Erfahrung hat Mercedes die Latte für die Lademeister mit der neuen E-Klasse noch einmal ein Stück höher gelegt: Sie ist nicht nur der größte, sondern auch der luxuriöseste Kombi der Republik - dumm nur, dass sie auch einer der teuersten ist.


Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)