Dienstag, 30. November 2010 13:00 Uhr
Der Mazda 5 punktet mit großem Platzangebot und frischem Design- neue Technologien sucht man aber vergebens.
Wo die Konkurrenz auf kantige Kästen setzt und jeden Millimeter Raum maximiert, gönnen die Japaner ihrem neuen Van ein paar freche Kurven und verspielte Linien auf den großen Flanken. «Nagare» heißt dieser Stil, der noch vom bereits zu Renault weiter gezogenen Designchef Laurens van den Acker stammt.
Auch wenn sich die Designer diesmal etwas stärker einbringen durften und der Wagen dabei mit einer neuen Frontschürze sogar um acht Zentimeter auf 4,59 Meter gewachsen ist, hat Mazda die praktischen Tugenden nicht außer Acht gelassen. Im Gegenteil: Auch in der Neuauflage ist der Mazda 5 ein Meister der Möglichkeiten, der fast allen Transportaufgaben gewachsen ist.
Serienmäßig als Fünfsitzer ausgeliefert, fährt er mit einer multifunktionalen Bank im Fond, deren äußere Plätze in Längsrichtung verschoben werden können. Den für Erwachsene ohnehin zu engen Mittelsitz kann man wahlweise wegklappen oder zur bequemen Armlehne umfunktionieren. Zwei weitere Sitze für die dritte Reihe sind bestellbar, die sich im Fahrzeugboden versenken lassen. Je nach Bestuhlung variiert das Ladevolumen zwischen 538 Litern beim Fünfsitzer und 1597 Litern, wenn nur zwei Plätze genutzt werden.
Elektrische Schiebetüren mit Fernbedienung
Dazu gibt es geschätzte drei Dutzend Ablagen: vom Geheimfach unter dem Sitzkissen über das ausklappbare Gepäcknetz zwischen den hinteren Einzelsitzen bis hin zum Handyfach hinter dem Schaltknauf. Außerdem punktet der Mazda 5 mit Schiebe- statt Klapptüren, die vor allem in engen Parklücken eine große Hilfe sind. In den gehobenen Modellvarianten lassen sie sich auch elektrisch mit einer Fernbedienung bewegen, so dass man beim Kistenschleppen einfach durchmarschieren kann.
Mehr Leistung bei weniger Verbrauch
Mazda bringt den Raumkreuzer mit neuen Motoren an den Start. An der Spitze der Palette steht zu Preisen ab etwa 24.000 Euro künftig ein neuer Vierzylinder mit zwei Litern Hubraum, der dank Direkteinspritzung und Start-Stopp-Automatik fast 20 Prozent weniger verbraucht als früher. Im Datenblatt steht er mit 6,9 Litern und einem CO2-Ausstoß von 159 g/km.
Bei der ersten Testfahrt überrascht der Vierzylinder mit viel Laufkultur. Er ist zwar kaum zu hören, tritt aber alles andere als leise: Von einem gut gestuften Sechsgang-Getriebe dirigiert, hängt er gut am Gas und bringt den 1,5-Tonner flott in Fahrt.
Mazda 5 überzeugt auf Langstrecken
Bis Tempo 100 braucht der Wagen 11 Sekunden. Wer es eilig hat, kann immerhin 194 km/h fahren. Wem der Direkteinspritzer zu groß und zu teuer ist, für den bietet Mazda den optimierten 1,8-Liter mit 85 kW/115 PS und einem auf 7,2 Liter gedrückten Verbrauch (CO2-Ausstoß 168 g/km) an. Ab Januar gibt es auch einen 1,6-Liter-Diesel mit gleicher Leistung.
Lenkung, Fahrwerk und Bremsen sind neu abgestimmt und arbeiten ausgesprochen harmonisch zusammen. Für die ambitionierte Kurvenhatz ist der Wagen zu groß und zu behäbig. Doch auf der Langstrecke kann er mit seinem entspannten Fahrverhalten punkten.
Natürlich hätten dem Mazda 5 beim Generationswechsel auch ein paar neue Technologien wie eine Doppelkupplung oder Assistenzsysteme wie ein Einparkautomat oder eine Abstandsregelung gut zu Gesicht gestanden. Doch mit seinem neuen Design macht der Wagen eine gute Figur, mit seinem Preis und Format findet er die richtige Lücke. Denn obwohl er etwa so groß und geräumig ist wie der VW Sharan, liegen die Preise auf dem Niveau des kleineren Touran - nicht die schlechteste Kombination.
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