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BMW «Sparsportwagen»
Die BMW-Studie soll im Schnitt nur 3,76Liter verbrauchen, aber maximal 250 km/h schnell sein. © BMW/dpa/tmn

BMW hat einen neuen «Sparsportwagen» entwickelt

Donnerstag, 3. September 2009 17:31 Uhr

Ein Verbrauch von nur maximal 3,76Litern und bis zu 250 km/h schnell: Der neue Sportler von BMW schafft es. Au der IAA ist er zu sehen.

BMW will mit einer Studie zeigen, dass Sportwagen keine Spritschlucker sein müssen. Bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main (17. bis 27. September) zeigt der Hersteller die «Vision Efficient Dynamics».

Flunder mit Flügeltüren

Die Studie kombiniert den Verbrauch eines Öko-Autos mit den Fahrleistungen eines Supersportwagens. So soll die «Flunder mit Flügeltüren» in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und erst bei 250 km/h abgeregelt werden. Trotzdem soll der Verbrauch bei nur 3,76 Litern liegen (CO2-Ausstoß: 99 g/km).

Dreizylinder-Turbodiesel mit Allradantrieb

Dafür kombinieren die Bayern unter der Haube des 4,60 Meter langen, 1,90 Meter breiten und 1,24 Meter flachen Viersitzers einen Dreizylinder-Turbodiesel mit 1,5 Litern Hubraum und 120 kW/163 PS mit je zwei Elektromotoren. Dadurch erreichen sie eine Systemleistung von 262 kW/356 PS und ein maximales Drehmoment von 800 Newtonmetern. Gleichzeitig lässt sich mit den zwei E-Motoren bei Bedarf auch ein Allradantrieb verwirklichen.

Diesel plus E-Motoren

Gespeist werden die E-Motoren aus einem Lithium-Polymer-Akku, der nicht nur beim Bremsen aufgeladen, sondern auch an der Steckdose «betankt» werden kann. Seine Kapazität reicht für etwa 50 Kilometer. Zusammen mit dem Dieselkraftstoff für den konventionellen Motor kommt die Studie auf eine Reichweite von 800 Kilometern.

Neue, leichte Werkstoffe

Neben dem sparsamen Antrieb drücken auch Aerodynamik und Gewicht den Verbrauch. Denn mit Erfahrungen aus der Formel 1 haben die Bayern den Luftwiderstand im Windkanal auf 0,22 gesenkt.

Mit neuen Werkstoffen und Scheiben aus Polycarbonat wird das Auto außerdem leichter und wiegt nur noch 1,4 Tonnen. Dennoch steckt in der Studie auch neben dem Antrieb viel neue Technik wie LED-Scheinwerfer oder ein neues Anzeigekonzept mit 3D-Darstellungen.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)