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Panne
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Autobatterien sind Pannenursache Nummer eins

Autobatterien sind durch immer mehr elektrische Komponenten im Fahrzeug zunehmend überfordert.

In der aktuellen ADAC-Pannenstatistik sind defekte Batterien und Probleme mit der Fahrzeugelektrik mit rund 40 Prozent die häufigste Pannenursache. «Offensichtlich sind die Stromspender den vielen Verbrauchern im Auto nicht mehr gewachsen», lautet das Resümee des Automobilclubs, der für das aktuelle Ranking 2,5 Millionen von insgesamt 3,7 Millionen Pannen ausgewertet hatte.

Batterien seit 20 Jahren kaum verändert

«Das ist ein Trend, der sich schon seit Jahren abzeichnet», sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maure in München. In moderne Fahrzeuge würden immer mehr elektrische Verbraucher eingebaut - etwa Audio-Anlagen, Sitzheizungen oder elektrische Fensterheber. Bei den Batterien habe sich dagegen in den vergangenen 20 Jahren nicht viel getan. Technik und Leistungsabgabe seien nahezu unverändert.

"Konstruktionstechnisches Problem"

Hinzu kämen Probleme, die damit zusammenhängen, dass die Stromspender häufig entladen und wieder aufgeladen werden. Je nach Stromverbrauch, Fahrprofil und eingebautem Batterie-Fabrikat halte eine Batterie heute im Schnitt nur etwa vier bis sechs Jahre durch. «Mehr geht nicht», sagte Maurer. Dass viele Autos mit schlapper Batterie liegenbleiben, sei somit auch «ein konstruktionstechnisches Problem», das die Hersteller lösen müssten.

Öfter checken lassen

Aber auch die Autofahrer können laut Maurer zumindest manchen Pannen vorbeugen, indem sie ihre Batterie regelmäßig in der Werkstatt prüfen lassen. Dieser Kurz-Check sollte nicht nur beim nächsten anstehenden Inspektionstermin erfolgen, da die Hersteller ihre empfohlenen Wartungsintervalle zum Teil erheblich hochgesetzt hätten - mitunter auf 25.000 Kilometer. Das sei für die Batterie eine lange Zeit.

Stellt die Werkstatt fest, dass der Akku bereits etwas schwächelt, sollte er besser ausgetauscht werden - ansonsten riskierten Autofahrer, unterwegs ohne Vorwarnung liegenzubleiben.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)