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Runflat-Reifen
Im Gegensatz zu Ersatzrädern ermöglichen Runflat-Reifen bei einer Panne die Weiterfahrt ohne Radwechsel. © dpa

Runflat-Reifen macht Reserverad überflüssig

Wer Runflat-Reifen oder Notlaufreifen fährt, braucht vor einer Reifenpanne keine Angst zu haben. Dieser Komfort hat allerdings auch Nachteile.

Auch wenn Autoreifen mittlerweile regelrechte Hightech-Produkte sind- völlig pannensicher sind sie nicht. Im Notfall hilft das Ersatzrad. Doch das verliert an Bedeutung. Notlaufreifen sind immer öfter angesagt.

Runflat-Reifen löst das Ersatzrad ab

Bei einem Ersatzrad handelt es sich um einen vollwertigen Reserve-Pneu oder ein schmales Notrad, das zumindest für die Fahrt bis zur Werkstatt reicht. Allerdings verliert das klassische Ersatzrad aus dem Kofferraum an Bedeutung: Immer öfter sind Fahrzeuge komplett mit speziellen Notlaufreifen (Runflat-Reifen) ausgerüstet, erklärt der TÜV Nord. Sie haben verstärkte Seitenwände, die das Fahrzeuggewicht auch dann noch tragen, wenn dem Reifen die Luft ausgeht.

Runflat-Reifen senken den Benzinverbrauch

Zum Teil sorgt bei Runflat-Reifen ein Stützring auf der Felge dafür, dass der Pneu trotz des Druckverlusts nicht einknickt. Zugelassen sind Notlaufreifen bei drastischem Luftverlust für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und eine begrenzte Strecke, die je nach Hersteller bis zu 300 Kilometer beträgt.

Nachteile sind der geringere Abrollkomfort und der höhere Preis. Dafür müssen Autofahrer an der Pannenstelle nicht schrauben, sparen Platz im Kofferraum und bis zu 25 Kilogramm Gewicht für das Ersatzrad- das senkt den Spritverbrauch.

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)