Die Herstellerangaben über den Spritverbrauch eines Autos sind oft unrealistisch. Wieso weicht der tatsächliche Verbrauch von den Angaben ab?
Sprit ist teurer denn je. Viele Autokäufer studieren daher die Herstellerangaben zum Verbrauch genauso intensiv wie die Fahrzeugpreise, bevor sie sich für ein Modell entscheiden.
Bei den ersten Tankstopps erleben Autofahrer dann aber oft eine böse Überraschung: Das Auto schluckt deutlich mehr als angegeben. Für einzelne Fahrzeuge haben Automobilclubs und Verbraucherschützer ein Plus von bis zu 30 Prozent festgestellt. Diese Abweichungen führt der TÜV Nord auf ein wenig realistisches Prüfverfahren zurück, mit dem die Hersteller den Verbrauch bestimmen.
Die Verbrauchsangaben werden nach EU-Norm im sogenannten Neuen Europäischen Fahrzyklus auf einem Rollenprüfstand ermittelt. Dabei wird der Motor der Testfahrzeuge vergleichsweise gering belastet und eine maximale Fahrgeschwindigkeit von 120 km/h erreicht, erläutert der TÜV. Außerdem bleibe der Energiebedarf von anderen Verbrauchern wie Klimaanlage oder Sitzheizung unberücksichtigt.
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