BerlinOnline.de

Topseller mit Schwäche
Dem Mazda3, hier ein Exemplar der ersten Facelift-Generation, vermiesen laut dem ADAC vor allem schlappe Batterien die Pannenbilanz. © dpa

Mazda3 als Gebrauchter: Auffälliger als er aussieht

Donnerstag, 6. September 2012 15:35 Uhr

Ein gebrauchter Mazda3 hat einige technische Probleme. Doch während die meisten mit der Zeit behoben wurden, zieht sich ein Mangel durch alle Baujahre.

Das Kompaktklassemodell des Mazda3 avancierte zwar kurz nach seiner Einführung vor knapp zehn Jahren zum in Europa meistverkauften Pkw der japanischen Marke. Doch Notiz nahm davon außerhalb des Unternehmens so gut wie niemand. Das mag daran liegen, dass der Mazda3 an sich ein eher unauffälliger Typ ist.

Mängel eines gebrauchten Mazda3

Mit Blick auf die Fahrzeugtechnik ist der als Schrägheck und als speziell für Europa entwickeltes Stufenheck gebaute Wagen nicht ganz so unauffällig. Dem TÜV sind bei der Hauptuntersuchung defekte Hinterachsen und rostige Türfalzen aufgefallen. Allzu viele Mängel gebe es aber nicht zu beanstanden.

In der Pannenstatistik des ADAC kann sich der Mazda3 nur im Mittelfeld platzieren, was vor allem an Batterieproblemen über alle Baujahre hinweg liege. Bei Dieseln (bis 2006) streiken dem Automobilclub zufolge oft die Turbolader, bei Benzinern (bis 2005) werden recht häufig die Kupplungsnehmerzylinder undicht. Außerdem hat der ADAC festgestellt, dass bei frühen Exemplaren die Kühlmittelpumpen anfällig sind.

Modellgeschichte des Mazda3 begann 2003

Die Modellgeschichte des Mazda3 beginnt im Jahr 2003. Drei Jahre später bekam das Modell ein erstes Facelift, das unter anderem neue Gehäuse für die Rückleuchten brachte. 2009 wurde der Wagen komplett neu aufgelegt und im Winter 2011 erneut überarbeitet. Neben sparsameren Motoren gab es dabei zum Beispiel neue Stoßfänger.

Motoren des Mazda3

Unter der Haube kam 2010 ein vergleichsweise sparsamer Diesel zum Einsatz: Das 1,6-Liter-Aggregat soll im Schnitt mit 4,4 Litern auskommen, der aktuell genügsamste Selbstzünder im Mazda3 benötigt nur 0,1 Liter weniger. Je nach Baujahr und Generation leisten die Dieselmotoren zwischen 80 kW/109 PS und 136 kW/185 PS. Die Benziner kommen auf 62 kW/84 PS bis 191 kW/260 PS. Bis dato montiert Mazda in dem Modell ausschließlich Reihenmotoren mit vier Zylindern.

Preise für einen gebrauchten Mazda3

Teuerster Mazda3 der ersten Generation auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der 2.3 MZR MPS als Fließheck mit 191 kW/260 PS von 2009, der in der Schwacke-Liste mit 13.400 Euro aufgeführt ist. Solch ein Wagen hat durchschnittlich 46.200 Kilometer auf dem Tacho. Ein Diesel mit Stufenheck von 2007, etwa der 80 kW/109 PS starke Mazda3 1.6 CD DPF-Top, kostet noch rund 8650 Euro (Laufleistung: 91.500 Kilometer). Wer sich nach einem jungen Gebrauchten umsieht, sollte im Falle eines Mazda3 2.2 MZR-CD DPF High-Line von 2010 mit 110 kW/150 PS um die 14.550 Euro einplanen (Laufleistung: 44.000 Kilometer).

Quelle: dpa
(Bilder: StVO; Schierenbeck/dpa; Hertha BSC)