24.01.2013, 12:46 Uhr
Es diskutieren ab 15 Uhr: - Aus Spanien: Xavier Artigas, Dokumentarfilmer und Soziologe aus Barcelona. Nachdem er für bekannte spanische Filmemacher gearbeitet hat (z.B. für Mercedes Álvarez und Ricardo Íscar), hat er angefangen, selber soziale und politische Dokumentarfilme zu drehen. Mit [NO-RES], einem Film, der sich mit einem Arbeiterviertel in Barcelona beschäftigt, das durch Gentrifizierung komplett verschwunden ist, hat er den ersten Preis des Dokumentarfilmfestivals Documenta Madrid gewonnen. Abgesehen von der Arbeit mit seiner Produktionsfirma Metromuster, ist er seit 2011 ein aktives Mitglied von 15Mbcn.tv, der Videogruppe der "Indignados"-Bewegung in Barcelona. Aktuell arbeitet er an einem Dokumentarfilm, der die verdrängte Geschichte des Widerstands gegen das Franco-Regime beleuchtet.
Zusammen mit dem Publikum schafft die EGFKA in Neukölln einen interaktiven Diskussionsraum. Selten gehörte Standpunkte und Sichtweisen zu aktuellen politischen Entwicklungen in Europa werden dargelegt und erörtert, um allen Anwesenden neue Perspektiven auf alte Denkmuster zu eröffnen.
Gespielt werden zwei Halbzeiten à 45 Minuten. In der ersten Halbzeit ziehen die beiden Diskutanten aus einer Lostrommel verschiedenfarbige, nummerierte Bälle. Die jeweiligen Nummern verweisen auf Zitate, Fragen und Stichworte. Diese Materialien regen die Diskutanten zu Statements an, für deren Ausführung sie drei Minuten Zeit haben - dann pfeift die Schiedsrichterin ab. Während dieser ersten Halbzeit hat das Publikum die Möglichkeit, Gedanken, Fragen und Kommentare auf ausgelegten Karten zu notieren, welche die Diskutanten dann in der zweiten Halbzeit beantworten müssen. Dabei ist dieses Spiel nicht auf Wettkampf, sondern vielmehr auf Austausch von Erfahrungen ausgerichtet.
Die Europäische Gemeinschaft für kulturelle Angelegenheiten (EGFKA) ist ein generationenübergreifendes Bündnis aus Wissenschaftlern und Künstlern unterschiedlicher Bereiche, das sich zusammengefunden hat, um gemeinsam diverse Formate zu entwickeln, die sich mit dem europäischen Projekt und den Auswirkungen der aktuell umfassenden Krisensituation in verschiedenen Ländern auseinandersetzen. Die EGFKA möchte durch ihre engagierten kulturellen Aktivitäten zur Schaffung einer kritischen Gegenöffentlichkeit beitragen, die es dem Publikum und den Akteuren ermöglichen soll, neue Impulse und Perspektiven für ihr eigenes Denken über aktuelle Entwicklungen zu erhalten.
Die Gründungsmitglieder dieser Initiative sind die Berliner Theaterwissenschaftler Univ. Prof. Dr. Joachim Fiebach, Dr. Erhard Ertel und Florian Thamer, die Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin Tina Turnheim, die Fotografin und Filmemacherin Sabrina Apitz, die Schauspielerin Lucia Meinhold und der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf.
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