04.02.2013, 11:43 Uhr
Wie bereits berichtet, klagten zwei Männer im Alter von 28 und 62 Jahren über Atemwegsreizungen, nachdem sie an der Straßenbahnhaltestellte in der Karl-Liebknecht- Ecke Memhardtstraße Plakate austauschen sollten. Laboruntersuchungen ergaben, dass bei einem auf den Glasscheiben aufgesprühten Tag (Unterschrift der Sprayer aus der Graffiti-Szene) Flusssäure verwendet worden ist. Wenig später wurde bei einer Untersuchung eines zwölfjährigen Mädchens in einem Krankenhaus festgestellt, dass es sich auf einer Sitzbank an einer Bushaltestelle an der Marienkirche ebenfalls eine Vergiftung zugezogen hatte Nach derzeitigem Kenntnisstand werden die Täter daher in Kreisen der Graffity-Szene vermutet und schrecken offensichtlich bei den feigen Taten nicht davor zurück, Menschen in Gefahr zu bringen.
Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Mitglieder dieser Szene nunmehr das Risiko schwerster Verletzungen argloser Menschen in Kauf nehmen. Die Tags werden hauptsächlich in Scheiben von Ausstellkästen, Fahrstühlen und Wartehäuschen im Nahbereich der BVG und S-Bahn verwendet.In diesem Zusammenhang ist für die Angabe von sachdienlichen Hinweisen, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, von der BVG und der Wall AG eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt worden. Darüber hinaus wurde im Jahr 2008 durch den Polizeipräsidenten in Berlin eine Belohnung von bis zu 2000 Euro für sachdienliche Angaben ausgelobt, die zur Ermittlung von Tätern führen, die im Berliner Stadtgebiet diese äußerst aggressive und stark gesundheitsgefährdende Säure verwenden.
Memhardstraße
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Quelle: Polizei Berlin
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