08.02.2013, 09:54 Uhr
Seit der ersten Verhinderung am 22. Oktober letzten Jahres hat die Idee, dem Treiben einer auf profitorientierten Wohnungspolitik mit Solidarität etwas entgegenzusetzen, um sich gegriffen wie ein Lauffeuer. Zwei Zwangsräumungen konnten bisher verhindert werden, indem GSW und WBM durch öffentlichen Druck, Aktionen und Verhandlungen zur Rücknahme von Räumungsandrohungen bewegt wurden. Auch André Franell, der Eigentümer und Kläger der Räumung bekam noch einmal einen Brief, nachdem in vielfältiger Form der Kontakt gesucht wurde.
Die Welle der Solidarität und Kreativität ist beachtlich. So finden in vielen Kiezen Infoveranstaltungen durch lokale Initiativen organisiert, statt. Über 100 Initiativen finden sich auf einer UnterstützerInnenliste, über 400 Menschen haben sich auf einer SMS-Liste eingetragen. Aber auch die unmittelbaren NachbarInnen in der Lausitzer Straße bereiten sich auf die Blockadevor. So ist am Sonntag die Neuköllner Theatergruppe Sultaninen in der Regenbogenfabrik mit ihrem Forumtheaterstück eingeladen.
Der Infoveranstaltung am 8. Februar folgt am Samstag eine Warm-Up-Demo, ein Blockadetraining am Sonntag und ab Mittwochabend die lange Nacht der politischen Kunst und Kultur im Stadtteilladen in der Lausitzer Straße.
Am Tage des Räumungsversuchs wird eine umfangreiche Infrastruktur zur Unterstützung der Sitzblockaden bereitgestellt: Verpflegung, Infotelefon, direkte und schnelle Informationen über Twitter sowie umfangreiche Beobachtung eines möglichen Polizeieinsatzes.
Stadtteilladen
Lausitzer Straße 8
10999
Berlin-Kreuzberg
Quelle: Bündnis Zwangsräumungen verhindern
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