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Verbandschef wehrt sich gegen Haft

07.02.2013, 16:36 Uhr

Neuruppin(dpa/bb) - Der unter Korruptionsverdacht stehende Chef des Märkischen Abwasser-Zweckverbandes wehrt sich gegen seine Verhaftung. Wie sein Verteidiger am Donnerstag mitteilte, wurde Haftbeschwerde beim Landgericht Neuruppin eingereicht. «Wir halten den Haftbeschluss für rechtswidrig», sagte der Berliner Rechtsanwalt Jakob Danckert der Nachrichtenagentur dpa. Die Untersuchungshaft für seinen Mandanten sei unverhältnismäßig. Das Gericht konnte den Eingang der Beschwerde noch nicht bestätigen. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen den Verbandschef (62) und einen Unternehmer (60) im Zusammenhang mit dem Bau des Hauptstadtflughafens BER.

Die Ermittler gehen davon aus, dass bei der Auftragsvergabe für die Trink- und Abwasserleitungen am Flughafen Einfluss genommen wurde. Wegen Verdunklungsgefahr waren die beiden Männer am 24. Januar verhaftet worden und kamen in Untersuchungshaft. Seitdem wird der Zweckverband kommissarisch geleitet. Das weitere Vorgehen wollte am Donnerstag die Verbandsversammlung - Kontrollorgan des Zweckverbandes - in nichtöffentlicher Sitzung in Königs Wusterhausen beraten.