08.02.2013, 13:12 Uhr
Neuruppin/Schönefeld (dpa/bb) - Das Amtsgericht Neuruppin prüft eine Haftbeschwerde des unter Korruptionsverdacht stehenden Chefs des Märkischen Abwasser-Zweckverbandes. Ob noch vor dem Wochenende mit einer Entscheidung zu rechnen ist, konnte ein Gerichtssprecher nicht sagen. Dem Verbandschef wird Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Bau des Hauptstadtflughafens BER vorgeworfen. Bei der Auftragsvergabe für die Abwasserleitungen am Flughafen soll der Verbandschef Einfluss genommen haben. Im Gegenzug soll ihm ein Rohrleitungsbau-Betrieb Vorteile gewährt haben. Der 62-Jährige und der Unternehmenschef (60) befinden sich in Untersuchungshaft.
Der Verbandschef ist am Donnerstag bis auf weiteres von seinem Amt beurlaubt worden. Weitere Konsequenzen will der Verband von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neuruppin abhängig machen. Diese beruhen auf einer anonymen Anzeige und laufen bereits seit 2010. Wegen Verdunklungsgefahr waren die Männer am 24. Januar verhaftet worden. Dies ist aus Sicht des Rechtsanwalts des Verbandschefs, Jakob Danckert, nicht gerechtfertigt.
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