BerlinOnline.de

dpa

Knappe Kassen machen Brandenburger Narren zu schaffen

07.02.2013, 09:24 Uhr

Potsdam/Cottbus (dpa/bb) - Das närrische Treiben der Brandenburger Karnevalsvereine wird immer mehr von Geldsorgen überschattet. Die Finanzen für den großen Cottbuser Karnevalsumzug seien knapp, deshalb sei Kreativität gefragt, sagte der Präsident des Karneval Verbandes Lausitz, Frank Czepok. Höhere Sicherheitsauflagen führten zu Mehrkosten, die manche Vereine nicht mehr tragen können oder wollen. Daher würden beim Umzug an diesem Sonntag in der Lausitzstadt nur etwa 3000 Aktive erwartet, ungefähr 1000 weniger als im Vorjahr.

Der Präsident des Karnevalverbandes Berlin-Brandenburg (KBB), Walter Kassin, wies auf weitere drohende Geldausgaben für die Jecken hin. «Von der nächsten Saison 2013/14 an sind höhere Gema-Gebühren für das Abspielen von Musik bei unseren Veranstaltungen fällig», berichtete er. Bisher profitierten die fünf märkischen Regionalverbände des KBB von einem 30-prozentigen Rabatt bei der Gema-Verwertungsgesellschaft. Doch die Narren seien pfiffig. Um Kosten zu sparen, schlössen sich kleine Vereine zusammen, etwa in der Prignitz.