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dpa

CDU greift Markov wegen Flughafen-Äußerungen scharf an

08.02.2013, 19:00 Uhr

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs CDU-Landtagsfraktion hat Finanzminister Helmuth Markov (Linke) wegen seiner jüngsten Äußerungen zum neuen Hauptstadtflughafen scharf angegriffen. Diese seien «unglaublich» und zeugten sowohl von Unverfrorenheit als auch Ahnungslosigkeit, sagte der Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski am Freitag. Alle Experten bestätigten, dass der Airport in Schönefeld in seiner jetzigen Form «nicht marktfähig» sei. Markov hatte zuvor laut Medienberichten darauf gedrungen, den Flughafen schnellstmöglich wie ursprünglich geplant in Betrieb zu nehmen.

Dombrowski nannte dies «grob verlässig» - wo klar sei, dass der Flughafen bereits zur Eröffnung zu klein sein werde. So steige das Risiko, dass ihn die Steuerzahler subventionieren müssten. Markov hält es dagegen für falsch, schon jetzt den vorzeitigen Bau zusätzlicher «Satelliten» am Terminal ins Auge zu fassen. Und zu der diskutierten vorgezogenen Sanierung der alten nördlichen Start- und Landebahn vor der Inbetriebnahme des Airports verwies der Linkspolitiker darauf, dass diese Maßnahme erst für 2017 im Businessplan der Flughafengesellschaft vorgesehen sei.

Dazu bemerkte der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke, eine Sanierung der Piste erst nach der Eröffnung des Flughafens und bei laufendem Betrieb werde weit teurer als eine vorgezogene. «Es zeigt sich, dass mit der erneuten (vierten) Verschiebung das gesamte Projekt vollständig außer Kontrolle geraten ist.» Markov wollte auf die Kritik nicht näher eingehen, sondern wies in einer Stellungnahme lediglich darauf hin, dass es Sache der Flughafengesellschaft sei, den Eröffnungstermin und Kostenrahmen für den Airport vorzulegen.