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Berlin verbucht Besucher-Rekord

15.02.2012, 10:59 Uhr

Mit den knapp 10 Millionen Touristen behauptet sich Berlin erfolgreich im internationalen Städte- und Kongresstourismus und hat die Position als Top-3-Reiseziel in Europa - hinter London und Paris und vor Rom - weiter gefestigt. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 15. Februar 2012 mit.

"Das Interesse am Reiseziel Berlin ist ungebrochen", sagte Berlins Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. Februar 2012. "Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für Berlin und gewinnt weiter an Gewicht." Dieser Bereich verzeichnet einen Bruttoumsatz von rund neun Milliarden Euro und hat einen hohen Beschäftigungseffekt, etwa 230.000 Personen leben in Berlin vom Tourismus.

Großes Potenzial für die Stadt sieht von Obernitz künftig in der neuen Infrastruktur für Berlin-Besuche: "Der Flughafen BER mit vielen neuen Flugverbindungen wird die Tourismuswirtschaft weiter stärken. 30 Millionen Übernachtungen im Jahr 2020 hält die Branche für realistisch." Häufig kommt erst der Tourismus, dann die Investoren: "Der Tourismus transportiert das positive Image Berlins in die Welt und bereitet dadurch das Fundament für die weitere Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Der Senat wird den Berlin-Tourismus deshalb in den kommenden Jahren intensiv unterstützen", ergänzt die Senatorin. Besonderes Augenmerk wird auf den Tagungs- und Kongressmarkt gelegt.

Die deutsche Hauptstadt ist Champion in Europa. Berlin spielt neben London und Paris souverän in der Liga der großen Drei. Mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von sieben Prozent blickt Berlin innerhalb der letzten fünf Jahre europaweit sogar auf das größte Wachstum bei den Übernachtungen zurück. Das hat die Strategieberatung Roland Berger ermittelt. Hierzu wurden 24 Hauptstädte in Europa verglichen. "Berlin zeigt eindeutig, dass es sich zu einem der wichtigsten Tourismus- und Kongresszentren Europas entwickelt hat. Das verdankt die deutsche Hauptstadt einer durchdachten Tourismusstrategie und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft", so Dr. Vladimir Preveden, Partner von Roland Berger. Bezüglich des Anteils internationaler Gäste hat Berlin laut Dr. Preveden allerdings noch Nachholbedarf.

"Seit Jahren ist die Zahl der Übernachtungen in Berlin gestiegen: 2011 waren es über 1,5 Millionen mehr Übernachtungen als 2010", sagte Prof. Dr. Ulrike Rockmann, Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. "Neben den Besuchern aus Deutschland wird Berlin bei internationalen Gästen immer beliebter. 41 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf Gäste aus dem Ausland. Die höchsten Zuwachsraten im letzten Jahr weisen Besuchergruppen aus Island, Indien, Russland und Brasilien auf. " Prof. Dr. Rockmann ergänzt, dass Gäste aus Großbritannien Berlin am zahlreichsten besuchten, gefolgt von Niederländern, US-Amerikanern und Italienern.

Den Besuchern stehen inzwischen 120.800 Betten zur Verfügung, 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Hotelbetten-Auslastung lag mit 51,2 Prozent leicht über dem Vorjahresstand (51 Prozent). Jeder Übernachtungsgast gibt während seines Berlin-Besuches pro Tag durchschnittlich 197 Euro aus (Wirtschaftsfaktor 2009) - für das Hotelzimmer, beim Abendessen, im Museum oder beim Shopping.