Haus der Statistik
Das Haus der Statistik in der Otto-Braun-Straße. dpa

Geflüchtete und Kreativschaffende unter einem Dach: Initiative muss bis Mitte März Projektentwurf für das "Haus der Statistik" vorlegen

Stichworte: Kultur Kunst Stadtentwicklung Flüchtlinge

Die Künstlerinitiative "Haus der Statistik" muss dem Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen beweisen, wie sie ihr Projekt des Zusammenlebens von Geflüchteten und Künstlern am Alexanderplatz umsetzen will.

Die Initiative will das Gebäude zu einem Zentrum für integrative Nutzungen  umgestalten, in der Geflüchtete, Kreative und Studenten miteinander leben, aber auch arbeiten können. Der Plan sei Unterkünfte für etwa 1000 Geflüchtete sowie 250 Künstlerateliers zu schaffen. Laut Initiative gebe es auch eine Bank, die die 50 Millionen Euro teure Sanierung finanzieren würde. »Wir wollen keine Flüchtlingsburg, sondern normale Nachbarschaften«, sagt Berlins Atelierbeauftragter Florian Schmidt.

Haus der Statistik am Alexanderplatz dpa
Haus der Statistik am Alexanderplatz

Verhandlungen zwischen BIM und Bund

Bis Mitte März muss die Initiative nun ihre Pläne zur Finanzierung, Sanierung und Betreibung vorlegen. "Wenn das belegt ist, will sich der Finanzsenator bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für die Initiative einsetzen.", äußerte Mittes Bürgermeister Christian Hanke am Donnerstag. Dennoch bleibt die Situation weiterhin kompliziert, da die Gebäude dem Bund gehören, die großen Freiflächen hingegen dem Land Berlin. Derzeit verhandelt die Berliner Immoblienmanagement GmbH (BIM) mit dem Bund über einen Kauf der Häuser.

Das Haus der Statistik  ist ein leerstehender Gebäudekomplex an der Otto Braun Straße. Das Hochhaus wurde Ende der 1960er Jahre errichtet und beherbergte einst die Staatliche Zentralverwaltung für Statistik der DDR.

Letzte Änderung: Freitag, 4. März 2016 16:25 Uhr
Quelle: BerlinOnline

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